Freitag, 19. Mai 2017

Faustmesser

*Stab, stab, stab, stab*


Für viele Leute sind Messer totale Fetischobjekte und im Deutschsprachigen Raum gibt es Communities welche den Begriff Tactical für sich beanspruchen und den ganzen Tag nur über ihre Messersammlung abwichsen.

Wenn ich allerdings wählen müsste mit welchem Messer ich in den Nahkampf gehen muss, dann würde ich ein kleines Faustmesser wählen.

Push dagger oder eben Faustmesser haben einige Vorteile gegenüber Kampfmessern. Indem man eine Faust ballt und einen Schlag ausführt kann man seine Armmuskulatur mehr zum Einsatz bringen gegenüber der Benutzung eines Messers und damit auch mehr Kraft. Gerade das Kippen des Handgelenkes wenn man einen Stich mit einem Messer ausführt nimmt eine Menge Kraft heraus und ich persönlich empfinde das als sehr unangenehm. Schwertkämpfer werden wissen was ich meine. Dazu haben Messer die etwas taugen immer einen Handschutz zwischen Griff und Blatt um das Abrutschen der Hand in die scharfe Klinge und damit Verletzungen zu verhindern, was leicht passieren kann wenn diese auf Widerstand wie bspw. Bodyarmor oder Knochen trifft. Bei einem Faustmesser kann das nicht passieren. Auch fallen beim Umgang mit dem Faustmesser die Bewegungen weg welche als Hebelwirkung gegen den Anwender eingesetzt werden können. Gerade wenn es um Leben und Tod im Vollkontakt geht kann man im Gerangel leicht das eigene Messer eingesteckt bekommen.

Ich würde mich jederzeit für das Faustmesser entscheiden.

Bereits eine kleine Klinge von 2-3cm reicht aus um ernsthafte Verletzungen zu verursachen. Menschen sind keine sonderlich massigen Kreaturen und wichtige Organe liegen unter einer relativ dünnen Schicht aus Muskulatur. Kleine Verletzugen in der Darmgegend können bereits eine Sepsis verursachen. Die Anwendung eines Faustmessers erlaubt dazu dass man damit so schnell und oft zustechen kann, wie man einen Faustschlag ausführen würde. Dabei kann man auch leichter Hemmungen überwinden. Es ist leichter gegen ein menschliches Gesicht einen Faustschlag auszuführen als mit einem Messer darauf einzustechen wie ein Psychopath, wobei das Ergebniss mit einem Faustmesser dasselbe ist.

Der Besitz von Faustmessern ist in Deutschland allerdings illegal. Und wenn ein paar Zauberer in Berlin ihr Mambo Jambo labern und auf Papier schreiben und das Gesetz nennen, dann wird es auf magische Weise Realität.

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Natürlich nicht ihr Trottel.

Faustmesser lassen sich relativ einfach selbst basteln. Es sind simple Wegwerfwaffen. Man braucht eine kleine Stahlplatte, eben je nachdem wie groß das Ganze sein soll, und kann die gewünschte Form, nämlich Klinge, Übergang zum Griff und Griff, aus diesem einen Stück Stahlplatte entweder mit der Metallsäge und dem Metallbohrer, am besten Ständerbohrmaschine, ausarbeiten. Oder Laser- oder Wasserstrahlschneider, wenn man z.B. in einem Betrieb zu soetwas Zugang hat und gleich eine ganze Ladung davon macht. Feilen muss man auch verschiedene haben, gerade für den Bereich wo die Klinge in den Griff übergeht und man mit der Säge nur schlecht hinkommt. Letztendlich ist es auch eine Wegwerfwaffe die sich ersetzen lässt sollte man tatsächlich so ein krasser Oberkiller sein der damit soviele Leute knifed dass das Messer wirklich abgenutzt ist. Im ersten Weltkrieg haben sie Dolche aus Nägeln und den Metallpfosten für den Stacheldraht gemacht. Es sind scharfe, spitze Gegenstände die Haut und Muskeln penetrieren um andere zu verletzen und umzubringen. Das ist der Sinn der Sache.

Und immer in Bauch und Becken und nicht die Rippen stechen.



Siehe auch:
How to make a push dagger
Ratgeber über bewaffneten Nahkampf



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