Freitag, 20. Januar 2017

Sozialkapital Teil 1 - Öffentlicher Raum

Was es ist und was es bedeutet wenn es verloren geht


Als Soziales Kapital bezeichnet man den Wert der Lebensqualität die eine Gemeinschaft/Zivilisation den einzelnen Mitgliedern zu bieten hat. Der Verfall einer Zivilisation und ihr Zusammenbruch findet hier als erstes statt.

Kleine Gemeinschaften werden durch ein gemeinsames Ziel zusammen gehalten den nächsten Winter überstehen und die eigenen Kinder aufwachsen sehen zu wollen. Gemeinsame Ziele schaffen Verbindungen unter diesen Menschen und damit eine Identität. Gemeinsame Prioritäten schaffen auch unter Kleinstgruppen eine Identität, selbst wenn es nur drei Leute sind die im Aufzug sitzen während dieser stecken geblieben ist, und ihr gemeinsames Ziel es ist aus dem Aufzug zu kommen.

Ein Familienvater der will dass seine Kinder sicher auf der Straße spielen können wird im Gegenzug für die Gewährleistung dessen durch die Gemeinschaft selbst gewährleisten, dass die Kinder seines Nachbarn sicher auf der Straße spielen können. Das ist die positive Umschreibung für einen Umstand, dass wenn ein Fremder ein Viertel betritt in dem er nicht wohnt, dort misstrauisch beäugt oder sogar konfrontiert wird, was er dort zu suchen habe.
Dieses Sozialkapital existiert heute nicht mehr. Zumindest für Einheimische.


Verfall des öffentlichen Raumes
Ironischerweise kann man die ansteigende Temperatur eines anbrodelnden Konfliktes am besten im Wasser messen; den öffentlichen Freibädern.
Das Problem von Spannungen und Konflikten in öffentlichen Freibädern ist bereits seit Jahren bekannt und immer öfter brechen gerade in den berliner Bädern Massenschlägereien aus, die von der Polizei geräumt werden müssen. Vorfälle bleiben oft ohne rechtliche Konsequenzen und anstatt das Problem nachhaltig zu bekämpfen durch "Mitgliedschaften" bzw. "Members Only" Einlasskontrollen engagieren diese öffentlichen Einrichtungen Hilfs-Bademeister aus genau jener demografischen Schicht, die für derartige Vorfälle erst verantwortlich ist, was einem kompletten Import eines außenstehenden Problemkreislaufes in ein soziales Umfeld bedeutet, welches bereits hohe investitionen und erzieherische Maßnahmen unternommen hat, um diesen von Anfang an draußen zu halten.

Dazu kommt die archaische Natur dieser Einrichtungen, wo die Menschen sich fast nackt gegenüberstehen.
Mostovskoy once told him: ‘In the words of Heinrich Heine, “we’re all of us naked beneath our clothes.” But while one man looks miserable and anaemic when he takes off his uniform, another man is disfigured by tight clothing – you only see his true strength when he’s naked.’
Diese Gegenüberstellung und der Konflikt wird noch abgetan als Resultat der Mischung von Hitze und Hormonen und damit quasi gleichzeitig wegerklärt, ist tatsächlich aber eher die erste Machtdemonstration einer Gruppe die in das Territorium einer anderen Gruppe eindringt, dort die Muskeln spielen lassen und die Weiber stehlen will, wobei es sich bei dieser anderen Gruppe um eine "No shirt, no shoes, no service" Gesellschaft hat in der das Ablegen der Kleidung mittlerweile quasi einer Entrüstung gleichkommt. Dies ist ignoriert worden, da die Konsequenzen die sich daraus ziehen lassen und die gezogen werden müssen, nämlich entweder ein plutokratisches/meritokratisches System von Pool Privatisierung welches die Unterschicht draußen hält, oder ein System von ethnisch getrennten Einrichtungen was auf Geschlechterbasis auch bereits so andererorts praktiziert wird, für die Verantwortlichen eine emotional verstörendere und schlimmere Wahl darstellt als die Tatsache, die Zwischenfälle einfach passieren zu lassen.

Therapeutische Innenpolitik macht den Bock zum Gärtner


Angriff auf den Privatraum

Der Staat ist ein fauler Despot und der öffentliche Raum ein gefährlicher Ort
- AchGut, 8.1.2016

Öffentlicher Raum kann nicht alleine durch Staatsgewalt aufrecht erhalten werden, sondern braucht eine High Trust Gesellschaft die sich selbst gegenseitig policen kann. Ein Dorfplatz wird deshalb immer anders aussehen als ein Platz in der Innenstadt.
Eine ländlich geprägte Gesellschaft, was Deutschland die längste Zeit auch war, hält ihre einzelnen Mitglieder durch Reputationszwang auf Linie und vermeidet dadurch asoziales Verhalten, da in einem solchen Falle nicht nur die Repurtation des Delinquenten geschädigt wird, sondern auch die seiner Familie, weshalb diese bereits ein Interesse daran hat ihre Angehörigen von Fehlverhalten abzuhalten. Genau wie diese einzelnen Familien ihre Familienmitglieder policen werden, werden sie ihr Territorium policen, da dieses ebenfalls mit wirtschaftlichen Interessen verbunden ist.
Mit dem verschwinden von Eigentum, von privatem Raum und damit von Familienverbänden, verschwindet auch soziales Kapital welches öffentlichen Raum überhaupt erst ermöglicht.

Der Verfall von privaten Raum äußert sich in urbanen Gebieten dadurch, dass eine Bevölkerung von kinderlosen Mietern nicht an die wirtschaftliche Stabilität und Sicherheitslage eines Gebietes gebunden ist. Dies ist eine bequeme Situation für Arbeitgeber, da diese Arbeitskräfte einfacher ihrem Arbeitsplatz hinterherziehen können, überlässt die geräumten Gebiete allerdings einer von Sozialhilfe subventionierten Unterschicht, deren staatliche Leistungen und gelegentliche Schwarzmarkt Aktivitäten einer Unterschichtenwirtschaft noch eine Existenz ermöglichen, weswegen viele Gegenden in einer Art Limbus zwischen Struktur und Aufgabe schweben. Zu wenig für eine Zukunft, zu viel um es aufzugeben.

Eine eigentumslose urbane Unterschicht tendierte schon immer dazu sich politisch sozialistisch zu entwickeln, schon lange bevor das Wort Sozialismus überhaupt erfunden wurde. Der Urbanoide zieht von einer subventionierten Sozialwohnung zur nächsten und hinterlässt seinen Müll mit einem "Zu Verschenken" Schild daran auf der Straße. Einerseits weil er aus Faulheit und dem Fehlen eines Kraftfahrzeuges diesen nicht entsorgen kann und auf den Kleinanzeigen sich eh keiner dafür interessiert, andererseits weil eine verarmte Unterschicht in den Maßstäben eines Nullsummenspiels denkt und oft tatsächlich glaubt, jemand anderen noch vielleicht zu helfen, da Mangel und Armut das einzige ist was sie aus eigener Unfähigkeit heraus kennen. Genau wie das der subventionierten Proleten in Rom ist das Schicksal einer solchen Gesellschaft entweder auszusterben, oder von Herrenmenschen unterworfen und in die Feudalgesellschaft gezwungen zu werden, wo eigentumslose Menschen selbst zu Eigentum gemacht werden und die Ambitionen einiger Herren um jeden Preis eine Zukunft zu sichern sich durchsetzen werden.


Verleugnung der Tatsachen
Es liegt in der Natur vieler Menschen die negativen Konsequenzen der eigenen Handlungen oder Betrachtungsweisen auszublenden. In Leipzig hat das linke Kulturzentrum Conne Island sein Integrationsprojekt von Flüchtlingen gestoppt, nachdem diese von der Innländerdiskriminierung der Einrichtung profitiert hatten selbst lediglich nur 50 Cents Eintritt zahlen zu müssen, und es den Genossen damit gedankt haben, indem sie sich aggressiv den weiblichen GenossInnen aufgedrängt hatten, welche in ihrer Wahrnehmung eh alles Huren sind und ich hier auch nicht widersprechen kann. Das Kulturzentrum hat daraufhin diese Praxis gestoppt und aus der eigenen Szene, selbst in der Regel abgeschirmt von den Konsequenzen ihrer eigenen utopistischen Rhetorik, heftige Kritik geerntet.

Andere linksgerichtete Einrichtungen verhalten sich da schlauer. Sie haben gleich zu Beginn der Flüchtlingskrise angefangen Türsteher anzuheuern und Eintritt zu kassieren, die Getränkepreise hochzuschrauben und es scheinheilig damit gerechtfertigt, dass diese kapitalistisch erworbenen Gelder an Solidaritätsprojekte der Flüchtlingshilfe gehen würden, was natürlich in den allermeisten Fällen gelogen ist und lediglich eine neue Einkommensgenerierung für bereits staatlich alimentierte Einrichtungen ist ihren eigenen Genossen und Genossinnen einen bourgeoisen Lebenstil zu finanzieren mit Schnaps und Zigaretten.

Ein weiteres Beispiel ist ganz einfach die Flucht der Urbanoiden aus den Sphären, von denen sie bisher geglaubt es seien ihre Sphären. Das ZDF hat letztens damit Kritik geerntet, dass es einen Spot gesendet hat, welcher die Weiber darauf hinweisen soll, dass sie bei aggressiven Anmachen dem Barkeeper mit Geheimparolen aufsuchen können und aus der Einrichtung evakuiert werden. Im Artikel auf der Epochtimes wird darauf hingewiesen, dass diese Praxis bereits in England so angewandt wird. Das offensichtlichste kann man dabei nicht ansprechen, nämlich dass Kulturfremde Elemente und Subversive im Inneren die deutsche Sozialkultur ruiniert haben.

Übrigens gibt es das auch bei der Titty-Fastfood Kette Hooters. Ihr wisst schon. Für die vielen Romantiker die für ihr erstes Date zu Hooters gehen.


Fortpflanzungshemmend
Ein Kritikpunkt an der Generation der Millenias von früheren Generationen ist, dass diese im Vergleich zu diesen weniger Sex hätten und die politische Entwicklung eher nach rechts tendiert. Was viele auf geringe Ambitionen und Pornografie schieben wollen ist eher ein Resultat von dem Verlust an Sozialkapital im eigenen sozialen Umfeld. Die Babyboomer, welche solche geistreichen Parolen hervorgebracht haben wie "Wer zweimal mit der selben pennt gehört schon zum Establishment", haben in einem Umfeld gelebt welches nicht nur materiell wohlhabend war, sondern dazu auch ethnisch homogen und im Durchschnittsalter sehr jung, nicht getrennt durch Chatfenster und das Angebot an Subkultur bzw. innerkulturellen Trennungen sehr begrenzt, weil eh alle so einen Dreck wie die Beatles gehört haben deren dumme Texte sie eh nicht verstanden. Dieses Umfeld existiert heute für die wenigen jungen Menschen in Deutschland nicht.
Der Rückgang von sexuellen Aktivitäten unter Millenias ist eher eine Fassette des Rückgangs an Reproduktionsbereitschaft, die sich in Überflussgesellschaften auch durch Dinge wie Anorexia Nervosa äußert, von dem überwiegend Frauen mittleren Alters betroffen sind und eher als Symphtom zu verstehen ist von Frauen die damit ihre Reproduktionsfähigkeit hemmen wollen, als von Teenagern die so dünn sein wollen wie irgendwelche Modelles deren Standards von einer Modeindustrie aufgestellt werden, welche von Schwulen und Frauen gestaltet wird.

Dazu hat auch die Dating-Industrie ein Interesse daran, dass stabile Beziehungen in einem intakten Umfeld herausgezögert werden bis zur Unmöglichkeit, da eine Single Gesellschaft nicht nur doppelte Ausgaben für Wohnraum hat, sondern eben auch weiterhin Nachtclubs, Bars, Datingwebseiten und Tinder mit Kunden versorgt.



Fortsetzung folgt hier: Junge Menschen


Siehe auch:
Plebs
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