Mittwoch, 3. Dezember 2014

Richtig jagen in der Krise Teil 1

Wie man in Krisenzeiten Tiere bejagt und Prioritäten setzt



Konkurrenten
In Zeiten von extremem Mangel kann es dazu kommen, dass Menschen ihre Haustiere aussetzen werden. Wildernde Hunde und Katzen verursachen bereits jetzt einen immensen Schaden an der Wildtierpopulation und es sollte daher zu in Krisenzeiten ein verstärkter Fokus auf die Reduzierung dieser Konkurrenten gelegt werden, die auch zum eigenen Beuteschema zählen können. 
Fallenjagd ist hier aus Zeitgründen die primäre Methode. Der kluge Survivalist ist ein opportunistischer Jäger.


Katzen jagen hauptsächlich Vögel, kleinere Kaninchen und Eichhörnchen. Wildernde Hauskatzen fressen ihre Beute oft nicht mal, da sie in der Regel von irgendeinem fetten Weib mit Katzenfutter für mehrere hundert Euro im Jahr voll gestopft werden, das sich diesen pelzigen Parasiten als Kindersatz hält. Auch wenn manche darauf schwören sie als Schädlingsbekämpfer gegen bspw. Mäuse zu halten, ab der Größe einer durchschnittlichen Wanderratte werden diese von Katzen ignoriert. Dafür landen die Biester in der Schweiz noch oft als Braten auf dem Tisch, gerade um die Weihnachtszeit. Man kann sich dort nach Rezepten umhören, da Katzen bei falscher Zubereitung etwas sauer schmecken können. Man kann Katzen aber mit viel Knoblauch zubereiten und sollte sie gut durchkochen oder braten.

Für die opportunistische Bejagung fängt man bei 7,5 Joule Luftgewehren, eventuell auch modifiziert, mit Jagdpellets an und geht bis .22lr Kleinkaliber. Darüber hinaus wäre alles in Krisenzeitung Ressourcenverschwendung.

Schlingenjagd bietet sich mit richtigem Köder vor allem auf Bäumen an oder überall sonst, wo Katzen rumklettern. Es sollte dabei darauf geachtet werden, dass Schlingen so gelegt sind, dass die Katze sich beim verfangen von dem Objekt nach unten zieht und die Schlinge strangulierend wirkt. Man kann sie so auch etwas hängen lassen bis sich die Muskeln lösen und sich der tote Katzenkörper entleert, denn die Tatsache dass Katzen extrem üble Füllungen haben kann beim Aufbrechen problematisch und unangenehm werden.

Ebenso bietet sich die Jagd mit Lebendködern an, wenn man hier aber mit der Verwendung von bestimmten Fallen vorsichtig sein sollte. Ein Tellereisen welches zu groß ist würde die Katze zerquetschen und ihre Organ- und Darmfüllungen das Fleisch für den menschlichen Verzehr unbrauchbar machen. Ködertiere wie Mäuse würden sich allerdings immer noch darüber freuen.

Sollte mit Bogen oder Armbrust gejagt werden, so sollten Treffen im Schulterblattbereich angelegt werden. Katzen sind dumme Viecher mit einem recht kleinem Gehirn welches von Projektilen leicht verfehlt werden kann. Für Pfeile und Bolzen sollten Jagdspitzen verwendet werden, da mit Scheibenspitzen das Tier überleben könnte und damit Beute und Geschoss verloren sind. Sind keine Jagdspitzen verfügbar müssen solche improvisiert werden, wobei es hilft sie mit Baumharz und Salz zu präparieren. Das Salz verhindert Blutgerinnung und das Tier verblutet. Funktioniert auch mit Rattengift, wobei das Fleisch dann nicht mehr für den Verzehr geeignet ist.

Bei Katzen sollte man auch beachten, dass diese einige Krankheiten tragen können von Dingen die Allergien auslösen, über Tollwut bis Pestflöhe. Im Südwesten der USA gibt es hin und wieder noch Fälle von Pest, wobei die Katze in der Regel das Trägermedien zum Menschen ist. In Krisenzeiten können Krankheiten auf natürliche oder künstliche Weise sich verbreiten, die heute als ausgestorben gelten.

Dachhasen Eintopf



Größere Hunde können schon mal ein Reh reißen oder auch Nutztiere auf einer Koppel anfallen. Tellereisen sind für den Survivalisten hier ebenfalls gut zu verwenden. Streunende Hunde die langsam verwildern, können anfangen den Menschen zu scheuen wenn von diesem eine Gefahr für sie ausgeht, oder sie haben keine Scheu vor ihm und könnten ihn sogar angreifen. Rudel von streunenden Hunden werden, jenseits von den Attitüden westlicher Hunderetter, zu einem echten Problem für die Landstriche die sie heimsuchen.

In Australien werden Hunde mit .223 Remington gejagt, in Krisenzeiten könnte ein guter Schütze aber auch mit Lungenschüssen und Treffern in den Weichstellenbereichen des Kopfes mit einer .22er einen Hund erlegen. Ein Selbstladegewehr mit zehn-Schuss-Magazin ist in diesem Kaliber einem Repetierer selbstverständlich klar vorzuziehen. Generell ist .22 lfB Munition genau wie wahrscheinlich auch Zigaretten eine bessere Krisenwährung als Gold oder Silber. Jetzt kostet sie etwa 1 Cent pro Kugel. Damit ist die Stückelung extrem klein und man kann wirklich was damit anfangen.
Als Tauschwert für zum Beispiel ein Eichhörnchen können vielleicht 10 Kugeln angenommen werden. Man kann die Randzünderpatrone .22 auch als Zündhütchen für Schrotpatronen verwenden.


Verarbeitung und Verwertung
Frisches Fleisch muss entweder schnell konsumiert oder eingetauscht werden.
Wenn Gefrierschränke nicht mehr funktionieren muss Fleisch auf andere Arten haltbar gemacht werden, wobei haltbares Fleisch auch einen höheren Tauschwert erhält.
Man wird in Krisenzeiten wieder eine stärkere Nutzung von Erdkellern sehen und vermutlich auch verschiedene Eigenkonstruktionen was Kühlschränke und deren Methoden angeht, bspw. mit Wasserkühlungen.

Ansonsten bietet sich das Einsalzen und Pökeln an. Pökelsalz ist eine Mischung aus Salz und Kaliumnitrat(KNO3), welches auch Hauptbestandteil von Schwarz- und Schießpulver ist. In Deutschland werden fertige Mischungen als Nitritpökelsalz verkauft. Lebensmitteltaugliches
KNO3 aus Salpeter und die als Komponente benötigte Pottasche für Nitritsalz in Krisenzeiten selbst herzustellen wird vermutlich nur für wenige eine Möglichkeit darstellen, da relativ Ressourcenintensiv und Aufwendig. Oder es wird eben sehr teuer, also eine Menge Kronkorken oder Patronen muss man dafür hinlegen.

Fleisch räuchern bietet sich an wenn man eine geeignete Stelle dafür hat, wie bspw. einen Kamin, Backofen und dergleichen. Fleisch wird meistens in ganzen Stücken oder als Wurst geräuchert, weshalb es sich anbieten kann Wurstwaren anzufertigen mit Hilfe eines Fleischwolfs. Ne nach Lage kann bei niedrigen Temperaturen bis um die 20 Grad kaltgeräuchert werden, was bis zu zwei Wochen in Anspruch nimmt, oder für einige Stunden heiß um die 100 Grad. Selbes gilt für Fisch. Von Nadelgewächsen zum befeuern sollte abgesehen werden.

Geräuchertes Buschfleisch

Ein Handbetriebener Fleischwolf verbessert enorm die Verwertbarkeit der Beute und kostet im Gebrauchtwarenhof fast nichts, weil keiner mehr was damit anfangen will. Damit wirklich arbeiten zu müssen kann aber eine ganz schöne Plagerei sein. So ein Fleisch ist am Ende allerdings nicht mehr so leicht zu identifizieren und sinkt damit wahrscheinlich im Tauschwert.

Dörrfleisch oder Trockenfleisch ist ohne elektronisches Dörrgerät eine recht Zeitintensive Angelegenheit. Diese Methode bietet sich an, wenn an einem Punkt ein gewisser Überschuss an rohem Fleisch existiert, wie bspw. während dem Ausbruch einer Krise. In Situationen wie bspw. dem Ausfall von Melkmaschinen und anderer Dinge, welche die Massentierhaltung erlauben. In solchen Situationen kann der Halter vor der Wahl stehen seine Tiere langsam beim eingehen zu beobachten, oder einen großen Teil zu schlachten und möglichst schnell zu verarbeiten.

Beef Jerky

Das Fleisch zu Dörren kann hier eine Langzeitmöglichkeit sein eine Ressource zu erhalten. Bei großen Stücken kann das Trocknen bis zu eineinhalb Jahre dauern, wobei das Fleisch um die Hälfte seines Gewichts verliert, was im Grunde aus Wasser besteht. Dies macht es auch als Proviant ideal. Rezepte für Trockenfleisch finden sich praktisch in jeder Kultur.



Fortsetzung folgt.




Siehe auch:

Was Hungrige alles essen 
Warum jagen in der Krise keine Option ist
Pest Control


Kommentare:

  1. Als Kleintierwaffe die nicht zu sperrig ist käme beispielsweise eine Walther G22 Bullpup oder ein Landmann Preetz mit kurzem Lauf in Frage. Also wenns auch etwas ausgefallener als eine Ruger 10/22 sein darf.

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    1. Noch besser für opportunistische Jagd:
      Glock 17 mit KK Uhlaufsatz. Schweineteuer, aber man kann damit billig üben und man hat sie immer dabei.
      UNF Laufgewinde, damit passen die gängigen Luftgewehrdämpfer sofern das Verbot postcollapse fällt :)). Allerdings gibt's dann Probleme beim Repetieren.
      Und dann wird es mit Unterschall Munition richtig leise.
      Munition: HV KK CCI Stinger und Remington Yellow Jacket (billiger als CCI aber unzuverlässiger)
      Die Geschosse expandieren und reissen einen Wundkanal fast wie ein 9mm Vollmantelgeschoss.

      3 Sekunden und der Wechsel von K auf 9mm ist vollzogen.

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    2. Ich hatte vor geraumer Zeit das Vergnügen auf der Insel mit einem Luftgewehr Kaninchen, Eichhörnchen und Tauben zu jagen. Funktioniert bestens. Die PCPs (Pressluftgewehre) welche dort für die Kleintierjagd verwendet werden haben zwar 16 J Energie, dies würde sich aber mit einer "Export Feder" auch hier bewerkstelligen lassen (Postcollapse sollten die Waffengesetze wohl lockerer werden, oder nicht?). Bei Verwendung von Luftgewehren im Kal. 5.5 mm sind sogar Kokillen zum selber herstellen der Diabolos verfügbar. Das ermöglicht eine oppurtunistische Jagd mit sehr wenig Aufwand. Vorallem der Schussknall eines Luftgewehres ist im Verhältnis zum KK nochmals bedeutend geringer.
      Wen das Thema Jagd mit Luftgewehren interessiert, ich habe mir aus UK ein empfehlenswertes Buch mitgebracht: "Total Airguns" von P. Wadeson, er geht auf die Details, wie Distanzen, Jagdzeiten etc. gut ein.

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    3. Solche Dinger lassen sich auch hierzulande erwerben - aber nur auf Jagdschein.
      Lass das Buch ruhig rüberwachsen. Scan, und ab damit an postcollapse.blog(at)hotmail.com
      Dieses Biest hier finde ich besonders interessant, denn welches 'Luftgewehr' kann schon Schwarzwild erlegen?
      http://www.fxairguns.com/rifle/the-verminator-mkll-extreme/
      Fraglich ob es sich dabei überhaupt um ein Gewehr handelt, oder nicht ehr um eine Druckluftbetätigte Armbrust? Für ein Gewehr muss ein Geschoß DURCH einen Lauf verschossen werden, das ist hier in der Jagdpfeil-Konfig. nicht der Fall. Wer weiß mehr?

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    4. In England schiessen sie wegen der Waffengesetze dort Tauben, Eichhörnchen und Ratten überwiegend mit Hochdruck Luftgewehren wie dem "Airwolf". Ist auch besser anwendbar in Industriehallen, Ställen usw.
      Gibt diverse "Ratting" Videos und dergleichen auf Youtube, wie auch den Kanal "Team Wild", die mit Luftgewehren jagen. Die Dinger sind bei uns aber verboten.
      https://www.youtube.com/channel/UC5GN7jr0Ie5UBdWsI83Kdcg

      Waffengesetze werden sich auch PC nur ändern, wenn die Anhänger anti-freiheitlicher Philosophien dann tot sind. Nach dem zweiten Weltkrieg wurden zuviele dieser Leute am Leben gelassen, weswegen wir heute noch Jagdgesetze ala Herman Göring haben.

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  2. "Total Airguns"

    ja, bitte einscannen und am einfachsten auf einem och hochladen und den link hier posten.
    vielen dank im vorraus ;-)

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  3. Selbstlader sind Repetierern nur vorzuziehen, wenn klar definierte und qualitativ gute Munition zur Verfügung steht.
    Und selbst dann ist der Schlossgang von 22 er Repetierern wg der kleinen Verschlüsse meist so leicht, dass mit etwas Übung und der alten Enfield-Schnellfeuertechnik (Daumen und Zeigefinger repetieren, Mittelfinger betätigt den Abzug) fast genauso schnelle Schussfolgen erreicht werden können.
    Zudem verarbeiten Repetierer post collapse alles, was ihnen an Munition angeboten wird und kommen auch besser mit Versagen klar.
    Weitaus einfacher aufgebaut sind sie auch noch.
    Also besser man hat beides.
    Der billige Norinco Nachbau des K98 22lfb Übungskarabiners hat eine Bajonettwarze für die 98er Bajonette muss allerdings am Verschluss wg rauher Verarbeitung etwas nachpoliert werden.
    Im Netz gibt es jede Menge Anleitungen zum full-auto Umbau des Ruger 10/22 Halbautomaten.
    Keine Ahnung wer sowas streng Verbotenes dort reinstellt. Und man sollte das auch nicht tun, ausser studienhalber anschauen natürlich.

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    1. "Tommy Finger" ist aber auch nur zum niederhalten gut.
      Ich hab mit ner .22lr AK von German Sport GSG geübt, da ging es hauptsächlich um Haltung und so. Für das spontane Erlegen irgendwelcher Kleintiere die einem über den Weg laufen ist ein Halbautomat oder eine Pistole in KK noch am sinnvollsten. Halbautomat auch deshalb, weil im Falle einer Konfrontation schnell mal ein paar Schüsse gegen einen Kopf abgegeben werden können, von denen sicher einer durch die Weichstellen eindringt und dann im Schädel herumfliegt wie eine Flipperkugel. Vom Hirn ist dann nur noch roter Brei übrig.

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  4. Wer es archaisch mag, benutzt ne anständige Zwille, oder englisch Slingshot. Richtig hergestellt und mit ein bisschen Übung trifft man bis 30m recht präzise und auch tödlich. Alles Kleingetier ist damit fällig. Als Munition bieten sich Stahlkugeln oder Glassmurmeln an und sind perfekt. Durchmesser der Kugeln je nach Bandstärke zwischen 10mm und 16 mm. Benutzt Gummi Tubes keine Thera Bänder, die altern zu schnell. Die Waffe ist klein, leicht, fast lautlos und relativ simpel zu handhaben. Nachteil sind die relativ langen Ladezeiten. Aus dem Grund bevorzuge ich Kugeln mit 16mm Durchmesser, da hält sich das Gefummel in Grenzen. Die echten Cracks bauen sowas selber, andere (ich z.B.) sehen das pragmatischer und kaufen gutes Material wie Scout oder Rambone. Habe ich keine gute Munition wie Kugeln oder Murmeln tuts der normale Stein eben auch. Treffergenauigkeit etwas schlechter, aber hält sich in Grenzen. Tante Google hilft

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