Samstag, 20. Dezember 2014

Insurgency: Initiative ergreifen

Wenn es darum geht personelle Infrastrukturen einer offenen und verdeckten Insurgentenbewegung zu stören


Sind Insurgenten und Freiheitsfeinde am Werkeln um ein Land zu unterminieren damit sie es als Ausgangspunkt für Raubzüge nutzen oder einem anderen Machtblock eingliedern können, so sind die Menschen die angegriffen werden meist in der Defensive. Diese Defensive äußert sich dann durch Anti-Terror Gesetze, Straßensperren, Kontrollen am Flughafen, Überwachungskameras und viel anderem Scheiss der den Menschen nicht hilft, sie aber weiter einschränkt, in eine Belagerungsmentalität drängt, ein paar wenigen Leuten viel Geld einbringt und letztendlich ein sehr gefährliches System schafft, welches die Insurgenten übernehmen und für den Terror ausnutzen können. Diesen Schwachsinn braucht kein Mensch, außer diejenigen die daran verdienen, weshalb man anstatt in der Defensive zu verharren die Initiative ergreifen muss.


Als erstes sollte man dabei bestimmen können um welche Art von Insurgency es sich handelt. Macht sie nur Ärger und legt Bomben, oder infiltriert Sie die Gesellschaft langsam über lange Zeiträume? Moderne Insurgentenbewegungen machen alles gleichzeitig und sichern sich damit nach mehreren Seiten ab.

http://latindispatch.com/2010/06/10/colombian-colonel-alfonso-plazas-vega-sentenced-to-30-years-for-forced-disappearances/

Militärische Siege gegen eine Insurgentenbewegung welche das politische, juristische und das Bildungssystem eines Landes infiltrieren konnte bedeuten wenig. In Kolumbien ist die marxistische FARC bei der Bevölkerung total verhasst, dennoch hat sie es geschafft ihre Mitglieder durch einen Marsch durch die Institutionen im System zu platzieren und nimmt von dort aus die Gesellschaft und das Militär in die Zange. Mehr Offiziere und Soldaten der kolumbianischen Regierung sind dadurch im Gefängnis gelandet als Mitglieder der FARC und ELN.
Perhaps you have been fighting in the wrong field. ... Slaughter them till you rot, you'll accomplish nothing! Find the root, strike the will.


Insurgenten erfassen

Man sollte sich, wenn man den aktiven Kampf gegen Aufständische aufnimmt, klar machen, dass man es hier nicht mit irgendwelchen gutgläubigen Idealisten zu tun hat. Die meisten sind absolute Psychopathen, Soziopathen, chronische Lügner, chronische Neider, psychisch total Beschädigte, wollen Karriere machen und sich persönlich bereichern.

Also so Typen wie der da:

Militärische Siege gegen die Insurgenten sind von sehr geringer Bedeutung und politisch kann man einer emotionsgeführten Debatte die als Popularitätswettbewerb geführt wird, wo derjenige gewinnt, der den Leuten am meisten persönliche Bereicherung im materiellen oder emotionalen Sinne verspricht, in einem Land voller unreifer Menschen nur wenig entgegensetzen. Die naheliegendste Antwort und die effektivste Methode in der Vergangenheit ist: sie müssen alle sterben.

Siehe auch: Der Unterstützerkreis


Phoenix
The problem was, how do you find the people on the blacklist? It's not like you had their address and telephone number. The normal procedure would be to go into a village and just grab someone and say, 'Where's Nguyen so-and-so?' Half the time the people were so afraid they would not say anything. Then a Phoenix team would take the informant, put a sandbag over his head, poke out two holes so he could see, put common wire around his neck like a long leash, and walk him through the village and say, 'When we go by Nguyen's house scratch your head.' Then that night Phoenix would come back, knock on the door, and say, 'April Fool, motherfucker.' Whoever answered the door would get wasted. As far as they were concerned whoever answered was a Communist, including family members. Sometimes they'd come back to camp with ears to prove that they killed people.
- Lieutenant Vincent Okamoto

Das Phoenix Programm in Vietnam zielte auf die zivile Infrastruktur des Vietcong ab in Capture or Kill Aktionen. Im Westen kritisiert als Terror zeigte es sich extrem effektiv gegenüber dem Vietcong und brachte diesen mehrere Male an den Rand des Zusammenbruchs. Die Zahl der getöteten unbeteiligten Zivilisten war dabei extrem geringer als im regulären Krieg.

Natürlich wird die Tatsache, dass dieses Programm existierte von Verbündeten des Vietcong im Westen immer irgendwie als Argument für die moralische Abtrünnigkeit des Westens genutzt, wobei sie verschweigen dass der ursprüngliche Viet Minh genauso seine Todesschwadronen hatte die einfach alles und jeden ermordet hatten, was kein Marxist war.


Ersetzung
Die Insurgentenbewegung muss gefangen genommene und getötete Mitglieder ersetzen. Im Falle von Vietnam hatte sich die VC Struktur während der Tet Offensive enttarnt und war fast vollständig aufgerieben worden. Um diese Kader zu ersetzen kam Personal aus Nordvietnam, was dem Norden eine vollständige Kontrolle über die Kräfte im Süden ermöglichte.

In Afghanistan läuft ein ähnliches Programm, welches genau wie Operation Phoenix aber viel zu spät begonnen wurde. Das Resultat ist hier, dass getötete Taliban Führer ersetzt werden von jüngeren und aggressiveren Mitgliedern, welche mehr Angriffe gegen blaue und grüne Ziele führen.

Bevor man anfängt Insurgenten auszuknipsen sollte man eine funktionierende Struktur für Pseudo-Opperationen aufgebaut oder Insurgentengruppen infiltriert haben, damit diese die ursprünglichen Führungskader ersetzen können und eine Kontrolle über die Bewegung ermöglichen.
In the practical art of war, the best thing of all is to take the enemy's country whole and intact; to shatter and destroy it is not so good. So, too, it is better to recapture an army entire than to destroy it, to capture a regiment, a detachment or a company entire than to destroy them.
 - The Art of War


Ziele
Wie im ersten Teil dieser Reihe beschrieben werden Einzelpersonen die Schlüsselfunktionen bei den Aufständischen halten als High Value Target eingestuft und sind primäres Ziel. Je nachdem welche Art von Aufständischenbewegung aktiv ist fällt das Unterschiedlich aus. Bei einem bewaffneten Aufstand sind es natürlich die Bombenbauer und Fieldcommander, beim Marsch durch die Institutionen sind es linksradikale Lehrer, Professoren, Anwälte, Gewerkschaftsführer etc.


Bei ersterer Gruppe ist denen völlig klar aus welcher Richtung her die Aktion kommen muss und wenn sie es sowieso schon wissen, dann kann man da auch ein richtiges Statement setzen. Ist eine Gefangennahme nicht möglich empfiehlt es sich eben Körperteile wie Ohren oder Skalp zu entfernen und den Tatort zu verminen. Gegenterror ist ein Statement der Entsetzen unter den Aufständischen verbreiten soll.

Bei letzterer Gruppe wäre es nahe liegend so etwas nicht zu tun, da sie oft verdeckt operieren und ihr soziales Umfeld oft über ihre Motive täuschen und ein anderes Bild von sich präsentieren. Wird die marxistische Lehrerin von der Linkspartei zwei Tage vor dem Klassenausflug in die örtliche Moschee mit Stichwunden im Rücken und Nägeln in den Knien in ihrer Wohnung aufgefunden, dann wird kaum einer das nachvollziehen können und die Möglichkeit besteht, dass sich Leute mit der Person und ihren Ideen solidarisieren. Amateure greifen hier zu offener Gewalt und suchen sich dann einen Sündenbock, wie irgendwelche Nazis mit der magischen Schrotflinte. Profis arbeiten hier mit Gift oder verunfallen Leute, so dass erst überhaupt kein Misstrauen entsteht. Hm, ja, tragisch und völlig unvorhergesehen steht dann in der Zeitung.


Pseudo Operationen
Durch die Verbreitung von Gerüchten und dem Inszenieren von Aktionen die der Insurgentenbewegung zugeschrieben werden, können personelle Strukturen aufgeweicht und zerstört werden, indem sich unter den Insurgenten gegenseitiges Misstrauen verbreitet. Dies kann soweit getrieben werden bis die Insurgenten sich gegenseitig terminieren. Hierzu muss man aber vorher den kulturellen Hintergrund und die Sitten innerhalb der Insurgentenbewegung verstehen. Was bei einer sozialistischen Gruppierung ein Tabu ist, ist bei einer dschihadistischen Bewegung völlig okay und andersrum.


 Happy Hunting



Siehe auch:
From the Ashes of the Phoenix: Lessons for Contemporary Counterinsurgency Operations
TC 7-100-3 Irregular OpFor
Insurgency Reihe auf PC Teil 1, Teil 2, Teil 3 und Teil 4.



Kommentare:

  1. Die letzten beiden Worte solltest du vielleicht rausehmen, nicht dass du noch Probleme wegen § 111 StGB bekommst. Ich fände es schade, wenn es den Blog nicht mehr gibt.

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    1. Genau wegen dem was ich hier beschreibe gibt es seit 1968 ein Widerstandsrecht nach Artikel 20, Absatz 4 GG. Macht euch nicht dauernd ins Kleid.

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  2. Scheiss auf das Deutsche Recht, dieser Blog ist offenbar in der Schweiz gehostet, uns interessiert der Art. 111 des Deutschen StGB sowenig, wie auch Art. 20 des Deutschen GG.

    Weiterhin viel Spass beim freien Schreiben ;-)

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  3. Wenn der Blog hier auf einem deutschen Server liegen würde dann wäre der Laden hier sicher schon dicht gemacht worden weil sich irgend ein staatlicher Bürokrat beim Lesen der Beiträge hier die Hose nass gemacht hätte.
    Irgend ein Analwalt (freud´scher Versprecher/Verschreiber) hätte schon ein paar Gummi-§§§ gefunden damit man den Schreibern hier auf den Sack hätte gehen können.


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    1. ich würde da eher auf einen deutschen gutmenschen tippen.
      der durchschnittsdeutsche ist ja leider in der regel ein dummes denunzianten und blockwart schwein…..

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    2. Der durchschnittliche Deutsche ist eine arme dumme Sau der an Rechtstaatlichkeit glaubt weil er nie gelernt hat selbst zu denken, was für viele andere Volksgruppen zumindest in Europa ebenso gilt wo die Domestikation des Menschen zum Hausschwein abgeschlossen ist. Denunziantentum ist nur eine Folge der Unfähigkeit selbst zu denken und Verantwortung für sich selbst zu übernehmen da diese Fähigkeiten dem Staat übertragen wurden, respektive man sich das Selbstdenken/entscheiden durch Faulheit und Dekadenz selbst abgewöhnt hat. Man kann davon ausgehen das mind. 70 % der sogenannten zivilisierten Welt komplett verblödet ist. Denunziantentum ist nur eine Erscheinung davon, ein selbstständig denkendes Individuum handelt anders.

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    3. da hast du absolut recht, wobei ich 70% noch als untertrieben ansehe.
      und der michel sticht auch wie ich finde extrem deutlich heraus, seine hörigkeit würde ich schon als devot mit sm-hang/touch beschreiben...

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    4. OK, das ist aber auch das was die Deutschen groß gemacht hat in Form von inovativen Entwicklungen in einer staatsgläubigen Atmosphäre unter absolut beschissenen Bedingungen im Vertrauen auf den "guten beschützenden Staat". Nützt aber am Ende alles nichts da die Insurgence nur schwer erkannt wird. Eigentlich ist es schon lange zu spät das Ruder noch herum zu reißen.

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  4. " Bundeswehr an gezielten Tötungen beteiligt

    Bislang geheime Dokumente der Bundeswehr zeigen, dass ein deutscher General selber "Personenziele" ausgewählt hat. "
    http://www.welt.de/politik/ausland/article135854906/Bundeswehr-an-gezielten-Toetungen-beteiligt.html

    Jeder hat seine Death Squads.

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