Samstag, 30. August 2014

Die Wölfe


Der Wolf ist ein Wolf. Der Wolf war gestern ein Wolf, er war vorgestern ein Wolf, er war letztes Jahr ein Wolf und auch schon lange bevor es Menschen gab die gesagt haben, dass es anders sei.


Ein Wolf ist ein Raubtier das schwächere Beute frisst. Manche Menschen die diese Szene betrachten, eine Szene in der ein Wolf ein Lamm reißt, die kriegen einen Gefühlsausbruch, haben Mitleid mit dem Lamm und empfinden den Wolf auf einmal als etwas böses, versuchen das ganze nach irgendeiner Moral zu beurteilen. Dem Wolf ist das egal, er macht nur das was Wölfe schon immer getan haben.

Unter Menschen gibt es auch Wölfe. Oder besser gesagt es gibt zweibeinige Wölfe, denn nicht alles auf zwei Beinen welches sowas wie eine Sprache benutzt ist ein Mensch. Diese Wölfe tun genau das, was Wölfe immer getan haben: Sie reißen die Schwachen.

Wenn ich also etwas davon höre, dass der Terror der Islamisten ein bisher unbekanntes Maß an Grausamkeit ist, wenn ich höre das Jugendliche immer gewalttätiger werden oder so was, dann wundert mich das alles gar nicht, im Gegensatz zu einem großen Teil der deutschen Bevölkerung. Nicht der Wolf wird auf einmal zum Wolf, der Mensch wird einfach schwächer.

Vor wenigen Jahrhunderten war es für die Menschen noch klar, dass Wölfe gejagt werden. Sie gefährden die Nutztiere und greifen im Winter, wenn die Wölfe hungrig sind, auch mal Menschen an. Gleichzeitig hat sich der Wolf ferngehalten von den Siedlungen der Menschen, denn diese jagen sein Rudel und verwenden die Kadaverreste seiner Artgenossen höhnisch als Bettvorleger.
Heute dagegen versuchen Menschen, die in überwiegender Zahl niemals eine Nacht im Wald geschlafen haben oder selbst Tiere halten, den Wolf wieder anzusiedeln. Sie, die glauben sie würden keine Konsequenzen treffen, sind ganz vorne mit dabei, wenn es darum geht dumme Entscheidungen zu treffen. Gelegentlich kreuzen sich Wölfe mit streunenden Hunden, was ihnen die Menschenscheue nimmt und sie nur noch aggressiver macht.

Genauso hegen und pflegen Menschen, die glauben sie würden niemals Konsequenzen treffen, alle möglichen zweibeinigen Raubtiere in der Gesellschaft. Diese kommt damit einem Gehege voller Schafe gleich, für das sich bessere Menschen Jahrhunderte lang bemüht haben dort alle Raubtiere auszurotten und fern zu halten.

Passiert es dann doch dass der Wolf zubeißt, dass der Wolf tut was Wölfe immer getan haben, dann sind alle schockiert und schreien voller entsetzen von dem (für sie) ungekanntem Maß an Grausamkeit.

Uhuhu, hab ich jetzt aber Angst vor dem großen bösen Wolf.


Es ist nicht der Wolf der sich verändert hat, der plötzlich zum Wolf geworden ist, es ist seine Beute die immer schwächer wird und ihn verführt zuzubeißen.





Kommentare:

  1. "Manche Menschen die diese Szene betrachten, eine Szene in der ein Wolf ein Lamm reißt"

    Sorry, aber das Tier auf dem Bild sieht verdächtig unschafisch aus :D

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    1. Ich meine auch nicht spezifisch diese Szene, denn das auf dem Bild ist wahrscheinlich ein Wider oder Steinbock. Man kann das gleiche Experiment aber auch hiermit machen:
      https://www.youtube.com/watch?v=PcnH_TOqi3I

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    2. Reh. Für'n Widder zu schmaler Sädel. Ditto Steibock. Das Fell vom Steinbock schaut anders aus.

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    3. Ja stimmt, Reh. Hab mich irgendwie aufs falsche Ende konzentriert und die Reste vom Spiegel sahen aus wie Hörner.

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  2. Das Video schreckt (zumindest mich) deshalb, weil ich ein Tier möglichst wenig leiden lassen will, wenn ich es jage. Abgesehen davon schmeckt das Fleisch von einem Tier, das sofort ins Nirvana gegangen ist, einfach besser.

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  3. Die Wolfsansiedlung zumindest in unserer Region ist ein Arbeitsbeschaffungsprojekt für alleinstehende Frauen mit Doppelnamen, die auf dem Heiratsmarkt nicht mehr vermittebar sind.

    Die sitzen im NABU Büro vor Monitoren, auf denen die Wanderrouten von Wölfen mit Sendern sichtbar werden, übertragen diese Routen in Dokumentationen, die für die Zuschuss gebenden Stellen zur Ablage produziert werden und langweilen Kinder in Grundschulklassen mit schlechten Vorträgen über "Vorurteile gegen Wölfe".
    Wenn sie sich selber langweilen, ziehen sie "Ranger" Cargohosen und Wanderstiefel an, begeben sich mit Campingfaltstuhl Fernglas und Thermoskanne in die Nähe eines Wolfsrudels und belehren arglos vorbeikommende Pilzsucher oder Wanderer die Tiere nicht zu stören.

    Wir Jäger sind Feindbild und Nahrungskonkurrent für beide und müssen unseren polnischen Kollegen immer mühsam klarmachen, dass nicht alle Deutschen eine Meise haben.

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  4. Wissen Sie eigtl. den Fachbegriff des Wolfes, es war irgendwas mit Lupus? Ihre Artikel sind jedenfalls sehr gut!
    Ps. Nirwana schreibt sich dich mit w!
    Naja, Generation X weiß das eben nicht ;)

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    1. homo homini lupus
      ugs: Der Mensch ist des Menschen Wolf
      Das ist auch das worum es im Artikel geht, hier als "zweibeinige Wölfe" bezeichnete Raubtiere, die sich einen Scheiss von gesellschaftlichen Konventionen beeindrucken lassen und einfach tun was sie tun weil sie es können.

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    2. Wenn schon Zitate verwenden, dann bitte richtig.
      Homo homni lupus est.

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    3. Ja dann machs selbst falsch du überlüßiger Klugscheisser.
      Homo homini lupus est. Oder lupus est homo homini? Futue te ipsum.

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  5. menschen werden nicht von sich aus schwächer, sondern durch aufgezwungene gutmenschlichkeit und künstliche, nicht reale angsterzeugung über das geldsystem so programmiert, da jegliche eigenverantwortung im zuge der umerziehung der gesellschaft abtrainiert wurde!

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    1. Was willst du dauernt mit denem Geldsystem? Bist du so ein one-trick Pony oder was? So ein Zinskritiker? Lass den Scheiss.

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    2. Menschen werden dann schwächer, wenn sie es zulassen, schwächer zu sein, wenn sie lieber auf ihrem faulen, fetten Arsch sitzen und über Zinseszinseffekt philosophieren. Stell dir lieber vor, du wirst mit Wölfen konfrontiert. Was tust du dann? Über Fiat-Money nachdenken?

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  6. Stellt euch einfach das Schachbrett mit den expotiellen Reiskörnern vor^^
    Zinsen sind BÖSE! THE PURE EVIL Oo

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  7. Affirmanti incumbit probitas. :D

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  8. Tut mir Leid das übersteigt meine Bildung! Was heißt das? Kann kein Lateinamerika!

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  9. Ach, das war als Antwort für Nicht Verfügbar auf sein Kommentar (30. August 2014 19:10) weiter oben gedacht. Ist leider hier unten gelandet.

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    1. Trotzdem verstehe ich es nicht! Habt ihr etwa Abitur? Oo
      Ich habe Realschule :D
      Da gibt es kein Latein, aber auch weniger bebrillte Tussies!

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    2. Satz markieren, copy, in Gooooogle einfügen und "suchen" anlicken.
      Einfacher als das schlaue Buch von Tick, Trick und Track ;)

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  10. es ist jetzt 2015 und die zweibeinigen Südwölfe halten Einzug. Es ist so, wie ich seit Jahren sage: Das Problem sitzt nicht bei den Raubtieren, sondern im Einfamilienhaus mit Carport. Erst wenn die Raubtiere dort angekommen sind, ändert sich was.

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    1. Du bist gar nicht soweit entfernt von der Wirklichkeit mit Deinem Wolfsvergleich.
      Ich bin Jäger und in meinem Revier fallen gerade 2 Wolfsrudel ein. Die reduzieren den Rebestand gerade fast auf null und das hat folgenden Grund:
      Das Rehe haben viele Generationen ohne Druck von Predatoren wie Wölfe hinter sich. Das führt dazu, dass sie träge und hilflos gegenüber einer rasant wachsenden Wolfspopulation sind.
      Die Überlebenden werden allerdings wieder adäquate Verhaltensweisen (Rudelbildung, Verteidigung durch Böcke und Fluchtverhalten)an die Nachkommenschaft weitergeben und damit innerhalb zweier Generationen zu einer Erholung und Gesundung der Bestände führen.
      So haben uns das jedenfalls die polnischen Jagdgenossen berichtet, die uns ein paar Jahre in der Erfahrung mit Wölfen voraus sind.
      Sie raten uns zur Gelassenheit und wir sollen auf keinen Fall voreilig Reviere aufgeben.

      Fazit: Existentieller Druck hält frisch und wachsam. :))

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    2. @ satcadir
      Genau wie der freie Markt durch Konkurrenzdruck für gute Produkte und Dienstleistungen sorgt. Und wer vom bösen Wolf vertrieben wird, tja der war einfach nicht gut genug.

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