Montag, 4. August 2014

Bug-out Location - Der Zufluchtsort Teil 1


Als Bugout Location oder Survival Retreat bezeichnet der Survivalist seinen Zufluchtsort, zu dem er im Falle eines Ereignisses verlagern wird, um dort die Krise zu überstehen.

Wir beschäftigen uns in dieser Reihe mit den Kriterien und Möglichkeiten, die dem Survivalist im mitteleuropäischen Raum zur Verfügung stehen.

Umziehen an einen sichereren Ort 
Warum in einer Krise unter Risiko des eigenen Lebens und mit großen Mühen "ausbuggen", wenn man gleich zu seiner Bugout Location ziehen kann? Wer die Möglichkeiten dazu hat, der sollte das bereits frühzeitig tun. Fünf Jahre zu früh sind vielleicht fünf Jahre zu früh, Jahre die man nutzen kann um sich einzuleben. Aber eine Stunde zu spät, ist eben zu spät. Also keine Panik, denn niemand muss jetzt Hals über Kopf sein Zuhause verlassen nur um irgendwo anders hin zu ziehen. Du hast noch genug Zeit diese Unternehmung gut durchzuplanen.


Was ist die beste Rückzugsmöglichkeit für dich?
Generell wird sich jeder aber selbst in einer der vier Kategorien wiederfinden: Ländliche Gegend, Kleinstadt, Vorstadt und Großstadt. Jede mit einer mehr oder weniger hohen Bevölkerungsdichte. Als Strategie für seinen Rückzugsort sind hier, je nachdem woher man kommt, unterschiedliche Möglichkeiten angebracht. Jemand der sein Leben lang nur in der Innenstadt gelebt hat, der wird sich im hinterletzten Bauernkaff nicht sonderlich wohl fühlen.


Bevölkerungsdichte
Deutschland ist eines der am dichtest besiedelten Länder Europas. Bevölkerungsdichte wird eher zu einem Problem für den Survivalist als Wasser oder Nahrung, da von anderen Menschen potentiell Gefahr ausgeht. Sieht man sich die Karte von Deutschland an, dann muss man vor allem Bevölkerungsdichte und geografische Lage seines möglichen Rückzugsgebietes beachten.


Wir sehen hier eine dichte Besiedelung des Westdeutschen Raumes, vor allem im Ruhrgebiet und um Frankfurt am Main herum. Das sind Gegenden wo man nicht sein sollte. Brandenburg ist ziemlich leer, grenzt jedoch an Polen mit einem absteigenden Wohlstandsgefälle gen Osten. Außerdem wird der ganze Pulk aus dem Bundeshauptslum durch das Land ziehen auf der Suche nach Treibstoff und Nahrung.

Sollte man eine Fluchtroute planen zu seinem Zufluchtsort, so muss man größere Bevölkerungszentren unterwegs unbedingt vermeiden. Ebenso muss man die Bevölkerungsdichte auf der anderen Seite der Landesgrenze bedenken, welche einem am nächsten ist.




Kriminalität
Ebenso sollte man sich Kriminalitätsstatistiken zu Rate ziehen. Man kann auch bei der örtlichen Polizeidienststelle nachfragen, was die häufigsten Verbrechen sind und von welcher Tätergruppe sie begangen werden. Relativ sicher ist in Deutschland Bayern, wohingegen Nordrhein-Westfalen ein ziemliches Loch ist mit vielen Einbrüchen.


Ausländerdichte
Die Ausländerdichte in einer Region kann einen abschätzen lassen, welche Strukturen im Falle einer Krise dort entstehen und welche Fraktionen ein Machtvakuum füllen könnten, welches Behörden hinterlassen haben. Die Statistik ist hier etwas undurchsichtig und es ist aufschlussreicher nach der Anzahl muslimischer Gebetshäuser und Einrichtungen zu suchen. In den neuen Bundesländern ist beispielsweise die Ausländerdichte an Vietnamesen sehr hoch, sowie einigen anderen Einwanderergruppen ehemaliger sozialistischer Bruderländer. Sowohl bei muslimischen Arabern als auch bei Vietnamesen existieren noch Clansturkturen und Familienbande, welche auf die dressierten Deutschen nur noch fremd wirken. Auch wenn sie vielleicht einen besseren Ruf besitzen als Moslems, so gibt es auch in der vietnamesischen Gemeinde eine starke Mafiastruktur. Gangs werden in Krisenzeiten immer mächtiger.


Geografie
Die geografische Lage ist wichtig für die Möglichkeiten der Verbergung, Bedrohungen an sich vorbeiziehen zu lassen oder natürliche Blockaden gegenüber diesen zu haben. Die Norddeutsche Tiefebene ist beispielsweise kein guter Ort für eine Bugout Location, da man sich hier generell schlecht verbergen und verteidigen kann. Potentielle Feinde haben hier ein viel zu einfaches Operationsgebiet. Flachland ist zu vermeiden, Gebirge und Wälder bieten natürlichen Schutz. Süddeutschland verfügt über viele Täler und Gebirge. Flüsse in direkter Nähe sollten vermieden werden, da sie in Krisenzeiten wieder vermehrt als Verkehrswege genutzt werden könnten.


Naturschutzgebiete
Deutschland hat leider die stärkste Grüne Partei und man kann Leuten jeden Dreck verkaufen, der angeblich gut für die Umwelt sein soll. Ich mache die Nazis und ihre völkisch-esoterische Naturverbundenheit mit vorchristlichem Kitsch dafür verantwortlich. Die Nazis quälen uns mit ihrem ideologischen Erbe noch heute und realitätsfremde Trottel ziehen auf der Karte der Kulturlandschaft Linien, welche wir nicht übertreten dürfen.

Wenn man sich ein Stück Wald kaufen möchte um dort eine Hütte hinzustellen, dann geht das in den Naturparks schon mal nicht mehr. Generell ist das Bauen von Hütten verunmöglicht worden, wie man dem § 35 des Baugesetzbuches entnehmen kann.

Ein beheizbarer Bauwagen bietet vielleicht auf den ersten Blick die Möglichkeit diesen Gesetzesschwachsinn zu umgehen, sofern man ihn erstmal dort hin bekommt. Wenn er dann steht, wird der Bauwagen leider rechtlich zur Immobilie und darf nur zum Land- bzw Forstwirtschaftlichen Gebrauch errichtet werden. Dazu ist man dann wieder Zwangsmitglied in der entsprechenden Berufsgenossenschaft und muss Rentenbeiträge abdrücken. Amtlich genehmigte Bauvorhaben haben zudem das Problem, dass ein ganzer Haufen Leute dann Wissen von diesem Ort hat.
Die abgelegene Una-Bomber Hütte kann man in Deutschland also, zumindest legal, vergessen.


Ländliche Gegend
Das ist meistens das erste woran Leute denken, wohin man sich zurückziehen kann. In Deutschland liegt der Verstädterungsgrad wesentlich über dem weltweiten Durchschnitt, weshalb auch das Immobilienangebot dort größer ist als in der Stadt. Wenn jemand auf dem Land stirbt, dann streiten sich oft Erbengemeinschaften darum, wer welchen Anteil kriegt. Diese Streitigkeiten können oft jahrelang so gehen, denn es stehen nicht gerade Leute Schlange, welche ein Haus, teils mit Reparaturstau, auf dem Höhepunkt der Immoblienblase zum Fantasiepreis kaufen wollen.

Auch der vermeintlich billige, abgelegene Rest-Bauernhof zum mittleren fünfstelligen Preis kann sich schnell zum finanziellen Albtraum verwandeln, wenn dieser, wie seit 2014 verlangt, zwangsweise an das Abwassersystem angeschlossen werden muss und die Kosten für den Kanalanschluß abhängig von der Länge des Kanals und der Lage des Hofes den Kaufpreis um ein mehrfaches übersteigen.

Generell würde ich, wenn ich aufs Land ziehen wollen würde, erstmal dort ein Haus mieten. Ich würde anfragen bei Leuten, welche ihr Haus seit mehr als einem Jahr nicht verkaufen können, ob man dies mieten könne. Sie würden damit ihre laufenden Kosten decken können. Kaufen ist immer kompliziert in Deutschland, da schon ein Jahr später eine Kanalsanierung oder irgendein anderer kollektivistischer Dreck abseits der Grundstücksteuer einem finanziell das Rückgrad brechen kann. Wer Mieter ist kann jederzeit wieder seine Sachen packen und den Standort wechseln. Etwas zu haben wie einen Fallout Shelter oder Panic Room wird so aber etwas kompliziert.

Während früher noch eher die bodenständigere Bevölkerung auf dem Land gelebt hat, sind es heute auch wohlhabende Unternehmer die dort günstig Bauland kaufen können.

In der Vergangenheit fand man bei der ländlichen Bevölkerung noch eine Vielzahl von Fähigkeiten, sich selbst zu versorgen und Dinge zu reparieren. Dies ändert sich seitdem große Discounterketten auch auf das Land gezogen sind. Das Internet hat es zudem ermöglicht, dass auch viele Selbstständige dort leben und ihre Geschäfte betreiben können.

Als ganzes sind Menschen in ländlichen Gegenden aber besser, zumindest weniger schlecht, auf Krisen vorbereitet und daher bessere Nachbarn. Trotzdem sollte man alle seine Möglichkeiten nutzen sich so gut es geht vorzubereiten auf die Auswirkungen von sozialen Unruhen oder nuklearem Fallout. Sieh dir auf der Karte genau an wo dein Standort liegt, wo sich mögliche Flüchtlingsströme bewegen werden und wo militärische Einrichtungen sind, die Ziel oder Ausgangspunkt von Bedrohungen sein könnten.


Kleinstadt
Als Kleinstadt bezeichnet man Städte mit einer Einwohnerzahl unter 20.000 Einwohner. Die Bewohner haben meistens ein Einkommen der Mittelklasse, es gibt wenig Kriminalität, eine einigermasen stabile Familienstruktur und die Leute passen aufeinander auf. Wer bereits in einer solchen Kleinstadt lebt hat also einen gewissen Grat an Sicherheit. Man sollte allerdings Städte vermeiden oder verlassen, welche direkt an militärischen Einrichtungen liegen. Gleiches gilt für Städte an Autobahnen.
Vermutlich ist der beste Standort ein kleines Haus mit Grundstück in einer Kleinstadt mit der Möglichkeit, von dort aus in eine Hütte in den Bergen oder Wäldern um die Stadt herum auszuweichen.

Das Haus in der Kleinstadt sollte zumindest über einen kleinen Garten zur Eigenversorgung verfügen, sowie einen Keller welcher sich zu einem Fallout Shelter bzw. Atombunker ausbauen lässt.


Vorstadt
Größere Städte sind umgeben von Vorstädten. Meistens Reihenhaussiedlungen oder Einfamilienhäuser mit Grundstück. Vorstädte waren meistens Siedlungen die irgendwann mit der Stadt verwachsen sind. Wir beziehen bei der Vorstadt auch das Umland bzw. den Vorortgürtel mit ein. Oft finden sich hier auch Gewerbegebiete. Es gibt hier eine Vielzahl von möglichen Szenarien, wie eine Krise für die Bewohner der Vorstadt ablaufen kann.

Die Bewohner sind meistens Pendler die entweder in der Stadt oder draußen auf dem Land arbeiten. Der Arbeitsplatz hält die meisten davon ab ihren Standort zu wechseln genauso wie der Besitz der eigenen Immobilie.

Generell ist es aber kein Ort an dem man bleiben sollte. Auch wenn vielleicht die erste Welle von Flüchtlingen und Plünderern direkt aufs Land ziehen und die Vorstadt links liegen lässt, spätestens die zweite Welle wird plündern. Man kann hier generell wenig tun um sich zu verbergen und sein Haus hier zu verteidigen ist unrealistisch. Man kann es als Ziel unattraktiv wirken lassen, indem man es danach aussehen lässt, als wäre es bereits geplündert worden.

Doch bevor es überhaupt soweit ist sollten Maßnahmen getroffen werden zum Schutz gegen Einbrecher. Ein Hund oder auch nur ein Schild "Vorsicht Hund" hat bereits einen Abschreckungseffekt.


Großstadt
Solange alles funktioniert ist die Großstadt ein buntes Meer an Unterhaltung und Konsum rund um die Uhr. Zumindest solange man nicht in Bayern lebt, wo religiöse Gesetzgebung den Alltag und dessen Ende bestimmt.

Funktioniert dann allerdings irgendwas nicht mehr, Zulieferketten werden unterbrochen oder Strom und Wasser sind weg, dann war es das mit der Großstadt. Ich denke nicht, dass Städte zu militärischen Zielen werden, sofern sie keine militärischen Einrichtungen oder Rüstungsbetriebe haben. Was für die Stadt gefährlich wird, das werden die sozialen Unruhen und Krawalle sein, sobald Supermarktregale oder Konten leer sind.

Wer meint noch so lange in der Stadt bleiben zu müssen wie es geht, damit er durch den Job finanzielle Ressourcen für die Krisenvorsorge erwirtschaften kann, der sollte zumindest grundlegende Sicherheitsmaßnahmen treffen. Einbrecher können die eigene Krisenvorbereitung extrem zurückwerfen. Es ist sicherer und Vorteilhafter die Krisenvorsorge und das dazugehörige Material auszulagern.


Die Gleichgesinnten und Aussteiger
Leute wollen einfache Lösungen genauso wie ein Bär lieber aus der Mülltonne fressen anstatt selbst Fische fangen wird. Es gibt oft genug irgendwelche Typen die meinen nach ein paar Posts in irgendwelchen wertlosen Internetforen, man sei ja jetzt total verbrüdert und beste Freunde und solle doch zusammen irgendwo eine Community aufbauen. Das wird alles nicht passieren.

Selbst wenn sich Gleichgesinnte zusammenfinden unter dem Ziel der gemeinsamen Krisenvorsorge, wird das nicht funktionieren. Erstens einmal weil jeder Survivalist ein starrköpfiges Individuum ist das sehr auf sich fixiert ist, zweitens weil das ganze Aufmerksamkeit erregen würde. In den USA gibt es in Idaho ein Unterfangen, bei dem eine Planned Community speziel für "Patrioten" und den Krisenfall gegründet die den starken Namen "The Citadel" trägt. Solche Projekte laufen nicht nur zuwider der Idee von Individualismus, da es sich um eine planned community handelt, bei der jemand das Planen übernehmen muss, sondern sie sind auch angesichts der Bedrohung nicht überlebensfähig. Egal wie sehr man sein Haus zu einer Festung ausbaut, es wird immer jemand eine Kanone auffahren, die es kaputt schießen kann.




Siehe auch:

Bug-out Location Teil 2 - Die Umwelt
Bug-out Location Teil 3 - Geografie

Fluchtrucksack und Bug out Bag

Straßensicherheit und Mobilität Teil 1: Fluchtbewegungen


Kommentare:

  1. Ganz ehrlich:
    Wer nicht weit genug von den Zentren weg ist, ist verloren!
    Du kannst nur dort sicher sein, wo möglichst wenige bis gar keine Menschen, im Krisenfall Konkurrenten, leben und dieser Ort ist in meinen Augen heutzutage nur noch im nördlichen Skandinavien zu finden.
    Deshalb bin ich genau dort!
    Mitten in den Wäldern und nichteinmal die Behörden hier wissen von mir.
    Trotzdem habe ich einen kleinen Selbstversorgerhof und bin auf niemanden angewiesen.
    Kein Strom, kein Wasser von Energieunternehmen ist wichtig, darum etwas Solar, ein Windgenerator, eigene Wasserquelle.
    Und die Zufahrt zu deinem Exil muss schwierig, lang, staubig, kaputt oder sonstwie nicht einladend erscheinen.
    Am Besten, du wohnst am Ende so einer Zuwegung.
    Hätte ich all das nicht, wäre ein einfaches mit Dieselmotor/Pflanzenöl ausgestattetes Wohnmobil nicht schlecht.
    Alles Nötige findet darin Platz und man kann mobil verschwinden, wenns einem zu bunt wird!
    Aber generell halte ich den besten Ort der Welt Südamerika, ganz unten, also Patagonien...

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    1. Wenn man sich echt nur verkriechen will am Arsch der Welt, dann kann man das ja machen. Aber wozu dann überleben? Hier geht es auch um eine Agenda und persönliche Ziele.

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    2. Soisses !
      In Südamerika, besonders Brasilien, gibt es genug Futter, Wasser und Sonne, da braucht man nicht zu horten, noch zuviel Energie zum Heizen, noch zuviel Kleidung! Da das Land sich zu 150% selbst ernährt (heute schon), wird es auch kaum Plünderer geben. Man teilt eben! Wenn es dazu keine Arbeitsplätze gibt, kann jeder beim Anbau helfen. Erdöl, -gas. Kein Problem!

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    3. Brasilien ist Teil der BRICS Achse und für Westler ist es im Fall einer Krise dort vorbei mit dem schönen, preiswerten Leben.

      http://www.postcollapse.blogspot.de/2014/07/warum-auswandern-keine-gute-idee-ist.html

      Da kannst du keinen Widerstand leisten.

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  2. Ihr werdet es erleben. Seit der Wiedervereinigung 1989 ist nichts besser, sondern alles, wirklich alles stetig schlechter geworden!
    Dieser unselige Prozess schreitet weiter voran und man muss annehmen, die Politik will das genau so haben.
    Wo soll das also enden?
    Es wird im totalen Zusammenbruch enden!
    Weil das Finanzsstem nicht mehr lange aufrecht erhalten werden kann.
    Wenn das passiert, gibts Krieg. Also haut besser vorher ab!

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    1. Blablabla. Zeig einem Zoni der 89 sich über Bananen gefreut hat mal sowas wie ein Smartphone und sag ihm dann, alles wird schlechter. Bu-hu. Mit so einer Attitüde und diesem langweiligen Mahnen wirst du sowieso nichts reißen.

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  3. Leute,
    ich sehe die Zeit des Chaos als nicht ewig an. Die schweren, langen Jahre der Depression danach, die sind doch das grössere Problem. Sitzt man dann 5-10 Jahre isoliert in seiner Fluchtburg?

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  4. Mein Weg bisher:
    Jagdschein, Revier in Naturschutzgebiet (billig und verfügbar wg bescheuerten Restriktionen),

    Hochsitz geschlossen (mit vorbereiteten Aufnahmen für ballistische Platten) und beheizbar, Quelle, Erdcontainer mit Basisausrüstung u.a. Natodrahtrollen (!!).

    Hinfahrt mit Kastenwagen-Wohnmobil(auch da in den Seitenverkleidungen und Seitenfenstern Aufnahmen für ballistische Platten + Aussentarnung Handwerker).

    Falls das Wohnmobil nicht durchkommt wg Strassensperren oder Defekt wird mit Fahrrad + Anhänger weitergefahren. Ansonsten Fahrrad für Erkundung.

    Ich weiss, alles Steine unter Wasser gegen Feuer versichert. Mir machts einfach Spass.

    Tip: Jagdschein machen. Die Waffen werden zwar konfisziert, wenn man sich dämlich anstellt, aber Munition ist im SHTF ein Problem. Waffen weniger.

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    1. "Die Waffen werden zwar konfisziert, wenn man sich dämlich anstellt"
      Wie meinstn des? Generelle Konfiszierung, nur wenn man die Jagd nicht aktiv ausübt, oder wenn man bei einem WaffG Verstoß erwischt/verpfiffen wird?

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    2. Ballistische Platten für den Hochsitz? Also das klingt schon ziemlich Absurd.

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    3. Schon ok. Wilderei ist bei uns schon seit einiger Zeit ein Problem. Auch mit Schusswaffen.

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    4. Ach du meinst dass da ein Wilderer auf deinen Hochsitz schießt? Da sind aber ballistische Platten ne ganz schön kostenintensive Lösung. Und mal abgesehen davon, was verwendet der Wilderer für ein Kaliber? .22er "Wildererwaffe"? Gängige Jagdkaliber 8mm oder 30-06 durchschlägt Platten. Also zumindest wenn der Aggressor Vollmantelmunition nimmt. Und wenn es bereits eine Krise gibt, dann sollte man da auch nicht mehr im Wald was riskieren müssen. Am Ende zünden sie dir das Ding einfach an.

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    5. Yep, Sandsack ist erstaunlich, fordert aber viel Platz.

      30.06 und 8mm ist ein mächtiges Kaliber aber schon selten geworden..
      Benutzen fast nur Profis (jäger).

      Die meisten Wilderer laufen hier mit 22lfB + Luftgewehrdä,mpfer oder Armbrust auf.
      .
      Aber egal ,hab mal 15 Platten billig bekommen und zumindest im Auto besser als nichts und in Verbindung mit einer alten Weste richtig gut..

      Ein Beitrag über Westen, Helme und Co wär mal nett.


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  5. Mit Halbautomaten ist ohnehin bald Schicht.
    Und wenn die Krise sich verschärft wird der Staat erfahrungsgemäss Beschlagnahmungen versuchen.
    Wer sich nicht zu sehr in die Hose macht, wird allerdings sicher Mittel und Wege finden sowas ins Leere laufen zu lassen.

    Das werde ich natürlich nicht hier verhandeln.
    Aber wie gesagt. Munition ist wichtig. Und da 308 Win, 223 Rem, 9mm, 22 lfB.
    Unregistriert, alles verschossen und gut is.

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  6. Survivalist. Wie wahr.
    Es liegt mir nicht zu insistieren, aber ich höre die Arroganz der Pudel, die Dir hohnlachen und Deine schauderhafte Grammatik und Orthographie verspotten, als käme es darauf an, mit zauberhaften Pirouetten Schwanensee zu intonieren- mit gestelztem Stil gingen sie zugrunde, die Bürgerlichen im fin du siècle.
    Unmißverständliche Sprache à la Pirincci- sie ist es, die keine Zweifel offen läßt über den Ist- Zustand der Welt, in der weitergemordet wird wie allezeit und die deutsche PudelIn den Irak, die Ukraine bis zur Unkenntlichkeit verleugnet im Kokon der gutmenschlichen Ignoranz, obwohl das Böse an sich schon in jeder deutschen Großstadt brütet- 'illusionäre Verkennung' nannte die alte deutsche Psychiatrie es, wenn ein Kind im Zwielicht des Mondes den bösen Wolf sah und nichts anderes sind die Phantasmen einer infantilisierten Gesellschaft, die das Heil multikultureller Beglückung in der Invasion Millionen primitiver Stammesgesellschaftler jeglicher Couleur erblickt.
    Ich sehe die Botschaft, die Du mit fiebrigem Schreiben manisch in kurzer Zeit ins Netz stellen musstest und ich hoffe inbrünstig, es verläßt Dich nicht Kraft und Mut, mach weiter weiter weiter!

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  7. anonymus 22:32 @ bejamin
    Verzeih, Benjamin.

    Eine pseudoreligiöse Prophezeihungsseite ist diese ja gerade nicht. Und genau deshalb hat auch der Autor kein Impressum, denn damit wäre er im teutschen Blödkontrollettitum leicht ausschaltbar. Es ist nämlich klug, seine Seite nicht in der Fotzenrepublik zu hosten und entfällt somit dem Zwang dazu.
    Es geht auch nicht um irgendwelche Katastrophenszenarien à la Hollawoodywood, sondern um den morbiden Zustand der realen westlichen Welt, den in keinster Weise begriffen zu haben Du Dich gerade outest.
    Es ist eben nicht mit dem Hamstern von ein paar Aldidosen getan und schon gar nicht mit dem kollektiven Besaufen auf face- dummbook und wenn jemand sich der debilen Kleinschreibweise enthält, demonstriert er im Gegensatz zu Dir, daß er was verstanden hat. Lies nochmal die Seiten über Detroit, flieg da hin und melde Dich dann wieder. Oder nach Kalkutta und den morbiden Metropolen sonst, wo das Leben aus einer Trottoirwohnung, hundeartiger Kopulation und Scheißen in den Rinnstein besteht, allenfalls unterbrochen von strammem Militärdienst als Kanonenfutter.

    Si tacuisses, philosophus mansisses!


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    1. Ich mache mir keine Sorgen über irgendwelche Behörden, denn es gibt nichts zu verbergen. Ich will nur nicht genervt werden von irgendwelchen Spinnern im Internet. Darum fliegen hier auch Romane und pseudo-religiöser Scheissdreck ganz schnell raus.

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  8. Für mich kommt diese Variante des Zufluchtsortes nicht in Frage.
    Ich habe aber eine andere Idee. Mich würde einmal interessieren, wie die Leserschaft die
    Option „Motoryacht als Fluchtburg“ sieht? Es gibt für überschaubares
    Geld gebrauchte Yachten, auf denen man mit 2-6 Personen auch
    mehrere Monate bequem leben könnte. Beispiel:

    http://boote-yachten.de/de/boot-137933.html

    Da passen Vorräte für ein wirklich lange Zeit rein. Wer angeln kann, sollte in der
    Lage sein, sich autark und gesund selbst versorgen zu können. Zudem ist man
    ortsunabhängig und kann seine Bliebe nach Belieben verändern.

    Die regulären Liegekosten für diese Yacht in einem Sportboothafen liegen bei etwa
    € 150,- monatlich, und die Kosten für die Bootshaftpflicht liegen bei etwa € 200,- pro Jahr.
    Lediglich die Spritkosten sind recht hoch. In normaler Marschgeschwindigkeit verbraucht
    dieses Boot ca. 100-150 Liter Diesel auf 100 km. Und es ist reparaturanfällig.

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    1. Na dann versuch dich mal auf dem Fluß zu verstecken.

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    2. mit nem U-Boot würde dies aber klappen :)

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  9. Tarnen, täuschen, ...
    Laß auf Deiner Obstwiese Deinen eigenen "Waldrand" wachsen, Gebüsch+Gestrüpp, hatte darin tiefergesetzt mal einen ollen VW-Bus als "Werkzeugkiste+Pennplatz" mit Plane+Reisighaufen drüber,
    interessiere Dich für "neolithisches Grubenhaus" (=tiefgesetzter Unterstand) +Plane+Reisig.. ;-)

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  10. Ein gutes Indiz für einen Ort, der halbwegs sicher ist, sind Kirchenbücher.

    Reichen deren Aufzeichnungen bis ins 16.Jahrhundert zurück, kann man davon ausgehen, dass zivilisatorische Strukturen durch den 30 jährigen Krieg hindurch Bestand hatten, was wiederum für eine grundsätzliche Überlebensfähigkeit der betreffenden Ortschaft spricht.
    Manchmal sind dort auch Angriffe und Plünderungen, sowie die Verteidigungsmassnahmen der Orte detailliert festgehalten.

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  11. Stromversorgung Teil 1

    Sparen sparen sparen!

    Ich beschreibe hier mal die autarke Stromversorgung mit Solarmodulen, wie ich sie selber durchgezogen habe.

    Zu Beginn steht immer die Überlegung mit möglichst wenig Strom die Anwendungen zu erreichen, die ich benötige und dabei Wärmeanwendungen konsequent durch andere Energieträger bereitzustellen. Strom hat im Gegensatz zu Wärme das höchste Anwendungsspektrum und sollte nur bei Überschuss in Wärme verwandelt werden.

    Ich beginne mit den Spartricks bei der Anwendung, die im Jahresverlauf den Einbruch der PV Erzeugung im Winterhalbjahr wirksam abpuffern kann: Kühlung.

    Kühlschränke haben im Vergleich zu Gefrierschränken/- Truhen eine lausige Isolierung und keinen Aussenhautabsorber.
    D.H. die Absorberflächer zur Wärmeableitung ist geringer. Bei Gefrierschränken sieht das aufgrund der niedrigeren erforderlichenTemperaturen anders aus.

    Bei Truhen kommt noch hinzu, dass beim Öffnen die Kälte nicht "herausfällt".

    Also ganz schlicht eine Gefriertruhe nehmen, den Thermostat (-9 bis -19 Grad) austauschen gegen einen Kühlschrankthermostat (+3-+8 Grad) oder einen Temperaturdifferenzschalter (Conrad) einsetzen und die Truhe als Kühlschrank betreiben.

    In meinem Fall war der Unterschied (Sommerbertrieb) bei 230 ltr 1000 Wh/Tag zu 100 Wh/Tag.

    Wichtig ist es, die Spalten im Innenraum sorgfältig mit Silikon abzudichten, damit das Kondenswasser nicht in die Isolierung eindringt. Im Gefrierbetrieb macht das nichts, weil das Wasser gefriert.

    Hat man jetzt noch aussen einen gesicherten Winterstellplatz für Kühl- und Gefriergerät (Blechcontainer etc) fällt der Stromeinsatz für diese wichtigen Anwendungen gegen Null und puffert die fallende PV Erzeugung im Winter..

    Zur Erinnerung, Wir haben durch eine schlichte Massnahme gerade eine 400 Watt PV Anlage eingespart !

    Wird ggf fortgesetzt.

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    1. Interessant. Guter Tipp, Danke!

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    2. auch ich sage danke!

      bitte fortsetzen ;-)

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    3. Der nächste Tipp ist für Leute, die in einem Haus wohnen und eine eigene Heizung haben.
      Bei denen sitzt ein Verbrauchsmonster im Keller.
      Gezüchtet wurde es durch schlichten Pfusch, weil sowieso keiner hinschaut und frau und damit man sich lieber beim Hausbau tagelang den Kopf über Form und Farbe der Fliesen zerbricht, anstatt sich mit so unromantischen Dingen wie Heizungstechnik zu beschäftigen.
      Das Monster heisst "Umwälzpumpe" und ist bei einer vernünftigen Planung und größerem Querschnitt der Heizrohre völlig überflüssig.
      Aber es ist halt billiger in der Bauphase dünne Rohre zu verbauen und früher eine ungeregelte 40Watt Pumpe einzubauen, die nun tapfer und ununterbrochen gegen den Strömungswiderstand der Röhrchen ankämpft um das Heizwasser umzuwälzen.
      Sind mal eben knapp 1 Kwh/ Tag in der Heizperiode. Also so 150 Kwh/Jahr .
      Also Tipp, kämpft gegen das Monster.
      Und das geht so:
      Sofortmaßnahme, einfach mal abschalten. Vielleicht reicht ja die normale Schwerkraft aus, um das Wasser umzuwälzen. Ist mir mal passiert und das sogar in einem zweistöckigen Haus.
      Falls es nicht geht, eine Phasenanschnittsteuerung (Conrad) zwischenschalten und mal ausprobieren, welche Leistung das System tatsächlich braucht.
      Dabei kann man das System exakt an der Nörgelgrenze der Frau justieren.
      Beste Lösung ist allerdings Rohre mit größerem Querschnitt einzubauen, wenn einem die Hütte gehört.
      Es wird berichtet, dass bei solchen Rohrsystemen auch noch manchmal Rohre verlegt werden, die gar kein Wasser führen, sondern geheime Dinge aufnehmen.
      Aber das ist nur ein Gerücht.
      Es gibt noch so eine Schwachsinnspumpe, die das Brauchwasser umwälzt. Kann man mit einem Treppenlichtschalter koppeln und dann muss man halt etwas warten bis warmes Wasser da ist. Aber auch da kann man, wenn sie denn permanent laufen soll, die Leistung reduzieren.

      Fazit: wieder 200 W PV Anlage simpel gespart.

      Als nächstes sind Waschmaschine und Geschirrspülmaschine dran.

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    4. Was ist der Unterschied zwischen einem Aquarium und einer Fischsuppe?
      Antwort: Man kann problemlos aus einem Aquarium eine Fischsuppe machen. Umgekehrt ist das schwieriger.

      Das ist übrigens nicht nur das Problem der Russen nach fast 100 Jahren sozialistisch-patriotischem Gehirnfick, sondern auch übertragen auf Energie der Unterschied zwischen Strom und Wärme.
      Man kann problemlos aus Strom Wärme machen. Umgekehrt.... Nennt sich Exergie in der Physik.

      Strom und damit eine sich drehende Welle ist die hochwertigste Energieform Wärme die geringwertigste.

      Jetzt muss man nur noch wissen, dass ungefähr 80% des Stromverbrauchs einer Waschmaschine oder eines Geschirrspülers für die Aufheizung des Wassers benötigt wird und nur 20% für die Mechanik.
      Und das Strom 27 ct/kwh kostet, während man Wärme schon für 6-8ct /kwh bei einer zentralen Warmwasservervorgung per Gas/öl bereitstellen kann.

      Also ran an den Geschirrspüler und ihn an die Warmwasserleitung anschliessen. Dort geht das einfach so.

      Bei der Waschmaschine ist es etwas komplizierter, da dort nur der Waschgang warm abläuft. Die Spülgänge bleiben kalt.
      Also Waschmaschine erste Lösung: Einen Eimer warmes Wasser in den Waschmitteleinlauf kippen.
      Bei mehr Zeit: Einhandmischer... Einlaufschlauch der Waschmaschine anschliessen und warmes Wasser solange einlaufen lassen, bis das Absperrventil klickt. Danach auf kalt stellen. Natürlich ohne Vorwäsche.

      Darauf achten, dass keine höhere Temperatur als 40 Grad eingespeist wird, Ansonsten emulgiert das Eiweiss von Schweiss etc und wird wasserunlöslich.
      Meine Super Luxusanlage läuft mittlerweile so, dass die Abwärme meines Micro Blockheizkraftwerkes bei der Stromerzeugung das Wasser erwärmt und der Strom selber die Maschine antreibt.

      Einsparung bei mit mit beiden Massnahmen 300 Kwh/Jahr oder entsprechend 400 W PV Anlage.

      Ihr merkt hoffentlich schon, dass wir in das Reich der Freiheit in Sachen Stromerzeugung kommen. So gross muss Anlage oder Speicher gar nicht sein, wenn konsequent eingespart wird. Und Komfortverlust ist auch nicht.

      Der nächste Einsatz geht gegen den E-Herd.

      Kauft Euch schlicht einen Propangasherd. Mit einer 11 kg Flasche komme ich problemlos 6 Monate aus bei 1 Mal Kochen täglich. Und der Energiepreis: 12ct /kwh.

      Nächstes Kapitel: Kleinkram

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    5. und wieder einmal mein dank!
      und wieder einmal die bitte ja weiter zu machen!

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    6. Kleinkram.
      Gut, Lampen, Standby und Co kann sich jeder selbst Gedanken machen. Die LEDs sind ja mittlerweile eine echte lichttechnische Revolution.
      Trotzdem alles Kleinkram, denn Licht ist nur 6-10% des Stromverbrauches.

      Nur eine witzige Geschichte hab ich noch aus der Frühzeit meiner Solarexperimente, als eine kwh PV Strom noch etwa 15 DM kostete und ich entsprechend fanatisch war.

      Der Klingeltrafo der Hausklingel. Standby 3 Watt Verbrauch.

      Da Survivalisten ohnehin völlig vereinsamt sind und keinen Besuch (auch nicht von Frauen :)) bekommen, ein völlig unnötiger Verbrauch von 26 Kwh/Jahr.
      Also 220 Volt abgeklemmt, Langzeitbatterie an die Sekundärseite gesteckt und damit wird nur Strom verbraucht, wenns klingelt.

      Hält bei mir schon problemlos ein paar Jahrzehnte und ab und an bekomme ich ja doch noch Besuch....

      So, nach solchen Übungen ist die Spargrenze erreicht.

      Bei mir waren es statt 3000kwh nur noch 700 kwh/Jahr mit unglaublichem Misstrauen und Hausbesuchen des Stromversorgers.

      Aber meine Frau hat das eigentlich ganz nett und souverän geregelt :))

      Zeit, an die Erzeugung zu gehen. Und da folgen wir das nächste Mal der Spur der Schnecken.

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  12. Stromerzeugung per Solar PV Module ist bedrückend einfach:

    4 200 W Standardmodule an einen Wechselrichter

    http://www.amazon.de/Mastervolt-Soladin-Solarwechselrichter-Solaranlagen-700Wp-Blau/dp/B004MXU14G/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1418920385&sr=8-1&keywords=netzwechselrichter

    anschliessen, Stecker des Wechselrichters in die Steckdose.....fertig.

    Keine Meldung ans EVU! Dann wirds nämlich kompliziert und teuer!

    Der erzeugte Strom lässt den Zähler langsamer laufen und manchmal läuft er sogar rückwärts.

    Wenn man ein Schätzchen von alten (1995-2005) analogen Zähler hat, kann man möglicherweise sogar beobachten, dass er zurück einspeist und auch zurück zählt.

    Juristisch ist das schwer zu fassen, denn es wird nichts gestohlen, niemand geschädigt, keine Spuren des Verbrechens und die Geräte sind schliesslich zugelassen.

    Also Klappe halten und den alten Zähler aus "Datenschutzgründen" wie ein Löwe verteidigen.

    Ausserdem werden wir uns ohnehin im nächsten Kapitel wieder in einen Strom Grossverbraucher verwandeln, sodass diese fragwürdigen Partisaneneinspeisungen leider wieder Vergangenheit sind.

    Aber zunächst mal den Tipp, wo es billige (79€ in meinem Fall) 200 Watt Solarmodule gibt.

    Dazu folgt man der Spur der Schnecken.

    "Schneckenspuren" , sind Fehler an Solarmodulen, die genauso aussehen. Das bringt zwar zumeist keine grossen Leistungsverluste, aber die Solarparkbetreiber sortieren sowas als Garantiefall gnadenlos aus.

    Diese Module werden nun nicht nach China zurückgeschickt, sondern hier irgendwo entsorgt oder vertickt.

    Also fragt ruhig mal bei einem gerade gebauten Solarpark nach, wo diese Module hingekommen sind.
    Am Ende gibts womöglich extrem billigen eigenen Strom, der Euch komfortabel durch die Apokalypse begleitet :)).

    Wenns nicht gerade ein Carrington Ereignis war, versteht sich :D

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  13. So, wir haben brutal, aber ohne Komfortverlust eingespart, unser eigenes Kleinkraftwerk errichtet, in der Folge alle geeigneten Flächen mit Modulen zugestellt, der Zähler dreht meist rückwärts. Alle sind happy.

    Es gibt eigentlich nur noch zwei Dinge, die uns Probleme bereiten und eine geniale Lösung dafür.

    Das erste Problem ist, dass der Zähler, wenn er denn rückwärts dreht und zählt (bitte nichts mit Magneten etc veranstalten ( Das geht immer schief) bei etwa 1000 Kwh Verbrauch/Jahr schnell hinter den Zählerstand der letzten Abrechnung zurückfällt. Selbst bei einer kleinen gut ausgerichteten (Süd Süd West) 1kw PV Anlage.

    Und das ist gar nicht gut. Also sollte ein sinnvoller Grossverbraucher her.

    Zweitens sind wir immer noch netzabhängig. Wenn das 50Hz Signal fehlt, speist kein Netzwechselrichter ein.

    Und mit etwa 30 entschlossenen Leuten könnte man in einem synchronen Angriff die Netzknotenpunkte in Schland so zerstören, dass monatelang kein überregionales Netz zur Verfügung steht.

    http://www.wiwo.de/unternehmen/energie/angreifbares-system-stromnetze-sind-leichte-beute-fuer-terroristen/9507002.html

    Wers nicht glaubt, kann sich ja mal den nächsten Knotenpunkt anschauen. Da laufen nur ein paar Mittfünfziger mit Taschenlampe Streife.

    Also postcollapse ist Inselbetrieb angesagt. Und das ist nicht nur kostspielig, sondern vernichtet auch jede Menge des wertvollen Stroms.

    Ich mach das mal anhand eines Blei Akku Systems deutlich.

    Wir benötigen einen Laderegler, der die Kennlinie des Akkus einhält und bei Erreichen der Gasungsgrenze (80% Ladung) den Strom so reduziert, dass der Akku an der Gasungsgrenze seine restliche Ladung erhält. Das dauert nochmal soviel Zeit, wie die Ladung von 20 auf 80%. Der überschüssige Strom wird entweder in Shunt Widerständen in Wärme verwandelt oder via Relais zu einem anderen Verbraucher geschickt.

    Die Restladung nicht durchzuführen führt zu einer Beschädigung des Akkus.

    Als Akku taugen keine Auto Akkus, denn die sind auf Gewicht und hohe (Anlasser-) Leistungsabgabe für eine kurze Zeit optimiert.

    Will sagen, sie haben dünne Bleiplatten mit grosser Oberfläche, und geringen Raum für herunterfallenden Bleischlamm, der beim Lade-Entladevorgang entsteht und der, sobald er die Platten erreicht, zum Plattenkurzschluss führt.

    50-100 Zyklen auf 20% Entladung halten solche Akkus maximal aus.

    Panzerplattenakkus, die für stationäre Anwendungen geeignet sind machen 3000-4000 Zyklen, sind aber teuer, zumal wenn sie mit Rekuperationsventilen ausgestattet sind, die bei Gasung wieder das entstandene Knallgas zu Wasser umwandeln.

    Und dann benötigen wir noch einen Inselbetriebswechselrichter, dessen grösstes Problem bei 12 Volt der Start von Kompressoren (Kühlung) ist.

    Die ziehen als Anlaufstrom mal durchaus die 15-20fache Nennleistung, um den Totpunkt des Kolbens zu überwinden. Da macht fast jedes 12 Volt System die Grätsche wg der hohen Ströme auf der Gleichstromseite.

    Andererseits ist ein 12V Gleichstromkreis gut, weil man erprobte Komponenten aus dem Autobereich verwenden kann.

    Tip: Die dünnen Leitungen für 220Volt führen zu einem enormen Spannungsabfall. Aber was im Auto "Masse" ist geht im Haus unter Umständen via Heizkörper....

    Tja, was kann man sonst noch tun, ausser solchen Verzweiflungstaten? Und woher das Geld für einen vernünftigen Akku nehmen??
    Der gemeine Survivalist ist doch chronisch pleite, weil er alles in Bunker, Waffen, Ausrüstung, Lebensmittel und Gold und Silber steckt.

    Glücklicherweise kommt Rettung aus Frankreich, obwohl ich eigentlich dankbar wäre, wenn die sich auf ihre Kernkompetenzen Käse und Wein konzentrieren könnten und einfach nicht mehr versuchen, die Welt mit ihren grandiosen technologischen Errungenschaften im Autobau zu quälen.

    Also im nächstem Durchgang:

    Wie uns die Froschfresser für schlappe 2000€ einen unkaputtbaren 27 kwh Akku verschaffen, mit dem wir locker einen halben Monat in einer Mad Max Welt auskommen.

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  14. Zunächst einmal eine Einleitung zum Hintergrund
    Irgendwann kam den Franzosen Mitte der 80er Jahre der Strom aus ihren unzähligen Atom Meilern aus den Ohren raus.
    Verbraucher mussten her,

    Heizung der Trabantenstädte mit Strom wurde angedacht. Allein, im Winter reichten dafür die Kabelquerschnitte der Hochspannungsleitungen nicht aus, manchmal wurden die Kühlwassereingänge der AKW durch Eisgang verstopft oder das Wasser reichte schlicht nicht.... Mit einem Wort: Desaster!

    In ihrer Verzweiflung verpflichtete die Regierung die beiden grossen Autohersteller Renault und PSA (Citroen/Peugeot) jeweils 1 Massenmodell als Elektrofahrzeug zu entwicken.
    Im Gegenzug gab es dafür irrsinnige Subventionen (kaufte aber trotzdem keiner) und die Zusage, dass staatliche/halbstaatliche Institutionen wie "La Poste" diese Fahrzeuge kaufen.
    Dieser Flottenverkauf an Post/Bahn und EDF (Stromversorger) war der Tod für das Programm, denn die ansonsten halbwegs brauchbaren Fahrzeuge hatten einen entscheidenden Konstruktionsfehler.
    Die an sich guten Nickel Cadmium Akkus wurden vor der Nachladung nicht entladen um den Memory Effekt zu vermeiden.
    Post oder Bahn Honks interessierte das überhaupt nicht. Es wurde nachgeladen, wo immer es ging und binnen kürzester Zeit waren die teuren Akkus hinüber.

    Ok, das Desaster selbt muss uns nicht interessieren, wohl aber die Autos aus dieser Zeit. Der Antriebssatz selbst und die Akkus wurden bis etwa 2005 verbaut und am besten geeignet für unser Projekt sind die Citroen Berlingo/Peugeot Partner.

    Sie haben eine verzinkte Karosserie und fallen unter jedes Radar von Plünderern oder Räuberbanden. Das Fahrwerk ist allerdings etwas von den schweren Akkus überfordert.

    Bekommen kann man solche Fahrzeuge als Zweisitzer (5Sitzer muss man selber machen) z.B. hier:

    http://elweb.info/

    Die AX oder Saxo manchmal sogar für schlappe 1500-2000 Euro.

    Damit hat man einen Akku mit 185Volt (Berlingo) Systemspannung und 27 kwh Akku. Zugleich hat man einen sinnvollen Verbraucher für Strom, der in Krisenzeiten lautlose Mobilität (für mich als Jäger wichtig) , Transportkapazität (Berlingo/Anhängerkupplung) und unauffälliges Erscheinungsbild bietet.

    Zu allem Überfluss man kann auch noch einige Stromkreise im Haus direkt mit dieser Spannung betreiben.
    Ist aber gefährlicher als Wechselstrom und man muss wissen, was man tut!


    Zum Vergleich: Ein normales Auto ist nicht nur laut, sondern wandelt auch nur 20% des eingesetzten Treibstoffes in Vortrieb um. Der Rest ist Abwärme.

    E-Autos 70-95% Wirkungsgrad ohne Abwärme. Deshalb hat der Berlingo auch eine kleine Standheizung

    Am Ende mal wieder ein paar nette Stories, was man so alles mit den Dingern noch so veranstalten kann.

    In meiner Heimatstadt wird gerne und oft abgeschleppt wenn die Parkzeit abgelaufen ist.

    Der Freundin meiner manchmal durchaus bösartigen Frau ist das auch passiert.

    Die Rache sah dann so aus, dass die beiden Frauen sich in ein Cafe setzten, von dem sie aus alles beobachten konnten und den Berlingo mit schlappen 1,9 Tonnen Leergewicht dort parkten, wo die Abschleppgeier gerne lauern :))

    Und dann hat mich immer die Frage genervt, welche Reichweite denn das Elektroauto habe.
    Irgendwann ist mir dann der Kragen geplatzt, ich habe in den Anhänger zwei propangasbetriebene Honda EU20i gesteckt, die gekoppelt -> 4 kw Dauer Leistung und bin problemlos nach Südfrankreich in den Urlaub gerauscht.

    Ein Freund von mir hat auf Lithium Ionen Akuus mit 280 Volt (!) umgestellt. Er nennt es "Voltzilla"!

    Geht alles, wenn man sich langweilt.

    Ach ja, und mein Haus (180 qm) wird seit ein paar Jahren von einem Micro BHKW geheizt (Senertec Dachs). Immer, wenn ich den Berlingo im Winter lade, schalte ich das Ding ein und die Wärme wird in einem Speicher gebunkert.

    Jetzt habe ich wieder das Problem, dass ich den Zähler im Auge behalten muss und in meiner Not dem Nachbarn Stromangebote machen muss, die er nicht ablehnen kann...

    Es nimmt einfach kein Ende.....:D.

    Das wars. Falls Fragen sind...beantworte ich gerne.


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    1. Vielen Dank Satcadir für deine interessanten Ausführungen und Spartipps!

      Bin gerade auf der Suche nach PV Modulen mit Schneckenspuren ;)
      (Hammertipp)

      Du scheinst dich auf dem Thema Stromversorgen/PV Anlage sehr gut auszukennnen.

      Hast du weiterführende Information zum Thema?
      Daher bitte ich dich um Fortsetzung des Ganzen

      Gruß

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    2. ja, möchte mich dem anschliessen.
      die schnekcenmodule hab ich auch schon auf der to do liste ;-)
      du hast dir da ja ein recht durchdachtes als auch umfangreiches konzept zusammengestellt.
      bei den gebrauchte e-karren für 2-3k sind die akkus doch bestimmt zu 70% tot, da macht das doch kein sinn.
      gibs sowas nicht auch irgendwo nachgeschmissen: http://www.manager-magazin.de/fotostrecke/blockheizkraftwerk-solaranlage-batterie-wie-es-funktioniert-fotostrecke-122365-6.html

      ist auch ganz lesenwerter artikel: http://www.manager-magazin.de/unternehmen/energie/batteriespeicher-bhkw-und-solaranlagen-belasten-eon-rwe-co-a-1010095.html

      allerdings auf 20 jahre zu planen halte ich für ziemlich wahnsinnig, geisteskrank und lebensfremd, aber so sind sie wohl, die absolut überzeugten immo schäfchen.

      dein tip mit der solar nummer kam wirklich genaus zur rechten zeit, denn ansonsten hätte ich mir fürs erste nen neo magneten besorgt...

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    3. Mit Energie ist das Thema jetzt eigentlich abgeschlossen. Was ich noch unter shtf Aspekten gemacht habe ist der Umbau eines Diesel auf Salatöl und die Waffenauswahl bzw Waffentuning. Darüber werd ich vielleicht nach Rücksprache mit den Mods noch schreiben.
      Nachtrag zu Energie und den beiden Voten oben:

      1. Neodym Magneten zerstören die Eichung der Zähler und das kann man doch recht gut feststellen. Bedeutet: Austausch+elektronischer Zähler-> nix mehr mit den netten Spielereien.

      2. Die Akkus der Autos kann man kompetent testen lassen und zwar hier:
      http://www.gk-anlagentechnik.de/
      Auch auf Lithium Ionen Akkus rüsten die um.
      Das ist teuer, hat aber gewaltige Vorteile. Die Akkus sind leicht und wartungsfrei und die Autos halten wg der Unterlast ewig.
      Bin nicht verheiratet mit denen und wohne auch woanders!

      Wer mit so einem Auto liebäugelt,sollte sich ein altes "Elit" Diagnose Gerät zulegen (ca 500€ ebay) und bei NiCad Akkus den Wassernachfülltrichter.
      Beim Berlingo gleich eine Anhängerkupplung dranbauen :)

      Wer das mit den Autos nicht machen will, weil er durchaus zurecht Vorurteile gegen Franzosen hat, kann auch mal bei Firmen wg kostenlose Entsorgung von USV Akkus, die alle 5 Jahre ausgetauscht werden nachfragen:)).

      Von Mercedes Bremen hab ich da mal eine Super Anlage abgestaubt.

      3. Schneckenspuren sind nicht alles. Gibt auch andere unwesentliche Defekte.

      Wichtig ist vor allem, sich an die grossen Parks dranzuhängen, denn die verbauen immer Module, die halbwegs ok sind.

      Das hängt mit dem Geschäftsmodell von denen zusammen. Es sind Projektierer, die fliessend die Anteile vermarkten können und ggf eben selber Anteile behalten und damit Betreiber werden, wenn sich nicht genügend doofe Ökos finden lassen, die für den Weltfrieden überteuert kaufen.

      4. BHKW
      Meins habe ich via Ebay von einem entnervten Weltverbesserer für schlappe 10000€ bekommen.
      Ökos scheitern mit den Dingern immer, weil eben für einen Haushalt zuviel Strom produziert wird und sich die legale Rückspeisung nicht lohnt.

      Es sei denn...he he he..man hat einen sinnvollen Grossverbraucher wie ein E-Auto.
      Und glücklicherweise haben Ökos ja immer grundsätzliche weltfriedengefährdende Probleme mit Autos :D, sodass sie sowas nicht auf dem Radar haben.

      Falls jemand das macht, möglichst strom- und wärmetechnisch mit Nachbarn vernetzen. Das schafft fröhliche Gesichter bei denen und die Aggregate takten weniger.
      5. Wenn ich etwas wie Sauerbier anbiete, dann nochmal ganz dringend 1mm UV beständige hochklare Gewächshausfolie aus dem Baumarkt!!! Das ist das absolute Muss für Notfenster und isoliert super, wenn man es auf den Fensterrahmen klebt, sodass sich eine Luftschicht bildet.

      Sollte sich jeder eine ganz dicke Rolle hinlegen und schon jetzt an der weiblichen Nörgelgrenze entlang (will ich doch nicht haben, weil die Wellen mich stören...) installieren!

      Etwas Reis oder Silicea in den Zwischenraum um Kondenswasser abzufangen.

      Hab ich von Russen den Survival-Tipp und für Nachbar Omma bin ich der Traumschwiegersohn, weil ich sie damit simpel und billig von 50% Kohlenschlepperei befreit habe,

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  15. http://www.goingelectric.de/forum/resources/v2g-system/16713

    Hier findet Ihr das erste professionelle Strom-Hausversorgungssystem, das Ende des Jahres von Mitsubishi vertrieben wird. Es läuft über die Chademo 1.0 Schnellladebuchse etwa des Nissan Leaf (ab 2013)oder des Misubishi Outlander Plugin speichert PV Strom und leistet max 10 kW. Das sollte für alle Anwendungen reichen.

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    1. Ein interessantes Spielzeug. In einer PC jedoch nur so lange nützlich bis es selbst den Geist aufgibt. Instandhaltung in Eigenleistung sehe ich hier kritisch. Die Kombo mit einem analogen Standard Notstromgenerator und das Anzapfen von herrenlosen Autos verspricht da mehr Nachhaltigkeit bei geringeren Anschaffungsaufwand.

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    2. Ich hab die Schneekatastrophe 1978/1979 unmittelbar erlebt. Es kann plötzlich unglaublich still werden.
      Da dann PC ein konventionelles Notstrom Aggregat zu betreiben ist imho riskant. Und dann noch die Wärmeabstrahlung, Treibstoff organisieren, Wartung/Ersatzteile. Das ist allenfalls was für ein paar Wochen. Aber natürlich billiger, das ist richtig. Letztlich kommt es nur auf Zeitgewinn an, um sich anpassen zu können.
      Ich gehe davon aus, dass ich mindestens ein Jahr brauche um mich in einer völlig veränderten Welt zu adaptieren.

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